miércoles, 17 de marzo de 2010

Karneval in Oruro

Es ist zwar mittlerweile auch schon wieder einen Monat und eine Reise her, aber ich muss natuerlich noch ueber mein erstes bolivianisches karneval schreiben.

Ueber Fasching hatten wir noch Montag und Dienstag frei - das sind hier feiertage - also fuhren ich und alle anderen 8 Freiwillige aus Santa Cruz nach Oruro - der bolivianischen Karnevalsstadt.
Die Idee aus Santa Cruz zu fluechten war gar nicht mal so schlecht - hier wurde tagelang nur gesoffen und alles moegliche mit Farbe, Schuhputzcreme und Sonstigem beworfen.
Jetzt - ueber einen Monat spaeter, sind die Spuren vom Karneval immernoch zu sehen an einigen Hauswaenden und in Bussen.

Meine Freunde die hiergeblieben warenn hatten noch ueber eine Woche danach Rosa Gesichter, gruene Baeuche und blaue Haare - ich weiss nicht was sie nehmen aber die farbe geht extremst schwer ab. Wenn man allerdings Lust auf ordentliches Gesaufe und Farbschlacht hat ist Santa Cruz sicherlich die richitge Stadt.

Am Freitagabend ging es wie immer mit dem Nachtbus los nach Oruro.
Fuer rund 10 Euro erkauften wir uns vorher Sitzplaetze auf den Raengen die eine lange Strasse entlanggehen, auf der die Parade verlaeuft.
Auf dem Weg zu unseren Plaetzen wurden wir als "blonde" gringo-bande zum Ziel der Wasserattacken saemtlicher Bolivianer.
Obwohl diese Tradition eher im heissen santa Cruz Sinn macht, wird auch in Oruro (zum glueck ohne farbe) mit Wasser geschmissen.
Wasserbomben, Schaumspruehdosen und Wasserpistolen.
In den tagen kaufte ich mir ganze 3 regenponchos die allerdings alle in der Menge zerrissen oder verlorengingen und wir waren trotzdem nach wenigen Minuten klitschnass da wir 2 tage lang von den Bolivianern mit Wasserangriffen durch ganz Oruro gejagt und verfolgt wurden.

Der Umzug war allerdings sehr schoen.
Fast alle Taenzer und Taenzerinnen hatten traditionelle Kleider an, zum beispiel die traditionellen ·"Cholita"-Roecke, nur eben sehr sehr kurz, mit Stiefeln, traditionellen Hueten aber alles in bunten farben und mit Glitzer und Pailletten.

Am besten gefaellt mir der Tinku. Das ist ein typisch bolivianischer tanz bei dem die meisten Taenzer lange schwarze Kleider bzw Gewaender und Huete tragen die allerdings bunt bestickt sind. Der tanz sieht sehr witzig aus, da alle den Oberkoerper runterbeugen, die arme nach hinten tun und von einem Bein aufs andere springen - sehr witzig.

natuerlich gibt es hier in Bolivien aufgrund der vielen verschiedenen Ethnien vielfaeltige traditionelle Kleider aber es waere zu ausfuehrlich um alle zu beschreiben.
Es gab auch viele Taenzer die als einige der bolivianischen fantasie-wesen verkleidet waren. Zum Beispiel (ich kenne mich leider wirklich nicht gut aus) riesige Eisbaerenaehnliche weisse Wesen die allerdings den Teufel darstellen.

Stundenlang sahen wir uns die Parade an und Samstagabends trafen wir alle Freiwilligen des DED aus la Paz., feierten mit ihnen auf der Strasse und tanzten einfach mit den Taenzern mit. Diese hatten schon den ganzen Tag lang getanzt und esd wohl nur mit ordentlich viel Alkohol bis zum Ende ausgehalten.

martes, 5 de enero de 2010

Silvester in Chile

Am dritten Tag unserer Tour wurden Leona, Eva-Maria und ich guenstiger Weise an der chilenischen Grenze des Salars ausgesetzt.
Die beiden haben drei Wochen ferien und reisen gerade noch weiter nach Peru, aber ich kam ganz spontan mit nach chile da ich nicht wusste wie lange die rueckfahrt sein wuerde und ob es sich ohnen wuerde - zu Glueck ging ich das Risiko ein!

Von der Grenze gab es einen Bus der nach San Juan de Atacama fuhr, von dort aus ging es nach Calama von wo aus wir einen Bus nach Iquique nahmen - zum Strand!!!
Die Reise dauerte nur einen halben Tag und so kamen wir nachts in Iquique an.
Sobald wir in Chile waren fielen uns die sauber geteerten Strassen auf, die eher europaeischen Staedte und eine Organisation, zum neidisch werden fuer alle Bolivianer. Im Bus gab es einen Servic wie im Flugzeug, fuer usn war es fast ein Luxusurlaub. Damit haetten wir glaube ich alle drei nicht gerchnet dass Chie so anders ist als Bolivien.

Da merkt man richtig wie eingekesselt Bolivien ist.
Auf dem Weg nach Iquique suchten wir uns im Reisefuehrer eines jeden Lateinamerikabackpackers, im Lonely-Planet, das beste Hostel Iquiques raus und das war es auf jedefall auch.
Das Hostel lag direkt gegenueber vom Strand, unser Balkon und Fenster bieteten Ausblick aufs Meer, die Leute waren alle super cool, Backpacker aus aller welt und was mich wunderte - 80 prozent der leute die alleine (voellig alleine) reisten waren Maedchen. in meinem alter! sie erzaehlten mir wo sie ueberall waren, in argentinien, bolivien, brasilien und kolumbien und es sei kein probem als maedel alleine herumzureisen, man treffe ueberal leute.

Am meisten waren australier, deutsche, amerikaner und hollaender vertreten. auch franzosen, schweitzer und englaenderinnen.
das hostel ist ein groses zweifamilienhaus und total schoen eingerichtet - sehr stylisch!
vom Besitzer und seinen Jugendfreunden wurden tagelich Surfkurse, Bodyboard- und SDanboardkurse in den riesigen Duenen hinter der Stadt angeboten.

Wir genossen vier tage strand, erstmals seit 4 monaten shoppingcenter in denen man echt gut einkaufen gehen koennte und gutes essen.

an sivester bezahten wir 9 euro und wurden vom hostel begrillt, mit wein und pisco sour. danach gingen alle zum strand feuerwerk von einem floss im meer aus geschossen anschauen und danach zu einer strand-club-party mit pool und frei-drinks soviel man wollte aber wir gingen nicht mit da es uns zu teuer war - ein feher wahrscheinlich aber wir verbrachten den rest der nacht auch schoen am strand.

leider unterlief mir der bescheuerte fehler dass ich (wie auch immer!!) meine tasche samt kamera auf dem balkon neben meinem zimmer iegen liess in der nacht von sivester und am naechsten morgen war sie weg.

ich haett das echt nicht gedacht weil ja alle backpaecker waren in dem hostel..das war echt gemein.

wenn mir nicht letzten Monat schon mein gesamtes geld (samt euro) fuer Miete und essen geklaut worden waere aus meinem Zimmer als ich noch in meiner Gastfamilie wohnte, waere mir die Kamera ganz egal gewesen....aber ALLE fotos von salar de uyuni, weihnachten, chile, silvester und meiner arbeit sind weg.
da waren so viele hunderte tolle bilder drauf und am schlimmsten ist es wegen den fotos von salar de uyuni...das waeren die besten die ich jemals geschossen habe!!

ich war sooo tarurig und hab mich schwarz geaergert aber man kann ja nichts mehr machen - Selbst schuld :( :(

ich lies mir die gute aune allrdings nicht vermiesen und wir verbrachten nochzwei tolle tage am strand, das wasser in chile ist eiskalt im meer aber trotzdem gehen hinmgegen den behauptungen aler bolivianer (auch wenn sie ihr meer zurueckwollen) dennoch alle Baden, surfen, tauschen etc. und wir liessen uns ordentlich von den riesigen wellen ueberrollen!

Das war echtmal ein urlaub!! von einem klima- und landschaftsextrem ins naechste!

Reise zum Salar de Uyuni

So...da die Feiertage zwischen Weihnachten und Neujahr sehr gelegen lagen nahm ich mir ziemlich spontan vier Tage frei und hatte so insgesamt vo 25ten12. bis zum 3ten ersten Frei.

Ich fuhr am 25.12. mit dem Bus einen tag lang alleine nach Sucre, die konstitutionelle und historische Hauptstadt Boliviens die ich mir dann einen halben tag lang alleine anschaute.
Sucre ist wohl die schoenste Stadt Boliviens und erinnert zumindest im Zentrum sehr an spanischeKolonialstaedte. Alle Haueser sind schoen weiss und es gibt sehr viele schoene Gebaeude.

Nachmittags traf ich Leona und Eva-Maria am Flughafen. Sie sind wie ich DED-Freiwillige in Santa Cruz und hatten noch einen Flug erwischt.
Zusammen ging es mit dem Taxi drei Stunden ang fuer 17 euro fuer uns drei nach Potosí von woaus wir einen Bus nehmen wollten.

Am Bus trafen wir zwei andere Freiwillige aus Argentinien und Ecuador die Leona aus Deutschland kennt die mit uns zusamen die Salar de Uyuni Tour machten und schon Buskarten hatten.
Fuer uns gab es leider keine Plaetze mehr aber es gibt in Bolivien ja immernoch die Moeglichkeit gemuetlich im Gang des Buses im Stehen zu naechtigen - es war eine fuurchtbare Fahrt - die Leute unfreundlich, es stank wie oefters in Bolivianischen vollbesetzten Bussen und uns wurdemal wieder unser Essen geklaut.

Das war auf dieser Reise ein amuesantes Thema fuer uns drei.
Ich hatte mir auf der Fahrt nach Sucre eine Tuete voll mit Obst gekauft und Wasser, das sollte Abendessen und Fruehstueck sein. Zusammen mit meiner noch unbenutzten Muetze aus La Paz wurde mir das einfach so aus der Ablage ueber meinem Sitz geklaut.
Im Bus nach Uyuni wurde uns auch unsere kompletten zwei Kilo Bananen und Trinken geklaut.
Das sind natuerlich nicht die Dinge auf die wir gorssartig aufpassen. UnsereTaschen und Wanderrucksaecke behueten wir die ganze Fahrt ueber und ich habe alle Wertsachen immer am Koerper, einige Bolivianer sind echt clever was stehlen angeht, aber dass jemand so dreist ist und ein paar deutschen Freiwilligen das Essen klaut haetten wir nicht gedacht.
Naja wir haben die Theorie dass bei Obst die Hemmschwelle einfach so niedrig ist dass es den Personen vielleicht sogar egal waere erwischt zu werden...wer weiss wieviele bei der Aktion geholfen haben.
Jedenfalls wird mir staendig Obst im Bus geklaut :)

Nachts um 3 kamen wir nach der Horrorfahrt in Uyuni an.
Ein winziges Dorf im Nichts, bzw. in eiiisiger Kaelte.

Am naechsten Morgen ging unsere von einer Reiseagentour geplaente dreitaegige Tour allinclusive (auf bolivianische Art) durch den Salar de Uyuni los.
Der Salar de Uyuni ist der groesste hoechstgelegene Salzsee der Welt und einfach riiieeesig.

1.Tag:
Morgens ging es los erstmal zum Lokomotivfriedhof mitten im nichts.
Dann weiter zum Salzsee. In ewiger Weite ist der Boden wirklich soweit das Auge reicht schnee- bzw. salzweiss aus achtecken am Boden und da es die letzten Tage geregnet hatte, spiegelte sich er blaue Himmel im Salboden.
Einfach total schoen!!

Wir machten hunderte von Fotos, vor allem Perspektivische, wo man zum Beispiel auf einer Flsche "dsteht" oder auf der Hand einer anderen Person.

Weiter gings zum ehemaligen Salzmuseum und Salzhotel das heute leider nicht mehr genutzt wird.
Waende, Tische Stuehle alles ist aus Sandbloecken. Sau schoen!!
Unser lama-Fleisch-Mittagessen wurde uns von unserem lustigen Fuehrer zubereitet, der uns die dreitage lang ewig lange hunderte von kilometern mit dem Jeep durch die Gegend fuhr und alles beschrieb.

Nach dem leckeren Lama besichtigten wir die Kakteeninsel. Es ist wirklich wie eine grosse Insel mitten im Salzmeer mit Kakteen die mehrere hundert jahre alt und riesengross sind.
Dort steht sogar der Milleniumskaktus der allerdings 2007 starb.

Nach der langen Tour fuhr uns unser Fueher samt jeep mit Rucksaecken auf dem Dach drei stundenlang in ein winziges dorf in dem wir den Sonnenuntergang gut fotografieren konnten.
Es war ein Pueblo mitten im Nichts (mal wieder), alle Leute total freundlich, rund herum lamas unmd Vicuñas (erstaunlich schnell laufende lamas deren Fell sehr teuer ist, sie sind alerdings wild).
Die Unterkunft war sehr einfach, aber das waren bisher alle hier in Bolivien und es gab eine warme Dusche-Luxus Pur denn draussen war es so bitter kalt dass wir es kaum mit Winterjacke, Schal, Lama-Muetzen und Handschuhen aushielten.

2.Tag:
Am zweiten Tag fuhren wir sehr viel mit dem Jeep, aber einfach weil die Distanzen so riesig waren und wir konnten so die Landschaft auch sehr gut sehen.
Wir fuhren zu mehreren Vulkanbesichtigungsstellen, an 7farbige Berge, an seltsame Steinwuesten, durch Pampas, Wuesten und die verschiedensten landschaften.

Das Highlight war fuer uns Maedels natuerlich die Lagune, mit schneebedeckten bergsriesen im Hintergrund und rosa Flamingos im See.
Warum zur Hoelle gibt es auf 4000 Metern Hoehe riesige Seen gefuellt mit Flamingos???
Ich hab bezueglich der Natur in diesen drei tagen eh vieles nicht verstanden.
Dieses Terrorium ist so uebertrieben riesig, am rande Boliviens, es gibt kein Stueck Zivilisation, keine einzigen Anzeichen fuer Menschen, teilweie nichtmal fuer Tiere.

Wir fuhren ansonsten noch zur rosanen und zur tuerkisen LAgune.
Grosse Seen die mit bunten organismen angefuellt werden die dann die Flamingos essen...oder so aehnlich.

Abends kamen wir wieder in einer Unterkunft im Nichts an, diesesmal jedoch ohne Dusche.
Die Nacht war noch kaelter sodass wir abends ueber viel Kokatee und Suppe froh waren.
Fuer mich zum Pech gab es ein typuisches bolivianisches Essen:
Pice Machu (weiss gar nichts wie mans schreibt)..eine Mischung aus fettigen Pommes, Wurstchen, Eiern, Kartoffeln, Zwiebeln und so weiter.
Ich ass nur wenig da ich keinen Appetit darauf hatte und holte mir so anscheinend eine leichte Lebensmittelvergiftung, da ich die ganze Nacht lang mich nur noch uebergab. Insgesamt 15 Mal.
Alles was an Fluessigkeit reinkam kam genauso wieder heraus als mein Magen leer war.
Es war eeecht uebel.
Und dann noch der ueble Durchfall dazu. Ich weiss man mag es sich bestimmt nicht vorstellen aber es war wirklich schlimm.

Als ich morgends um 4 als die Tour schon losgehen sollte voellig dehydriert immernoch wach war, ueberlegte ich schon ueberhaupt mitzugehen, aber ich dachte das macht man ja wahrscheinlich nureinmal im Leben.
Also ging es um 4 uhr morgens zum sonnenaufgang schaun an dampfenden Gaisiren (?), die allerdings so eklig nach schwefel stanken dass ich es dort nicht lange aushielt-

Anschliessend fuhren wir zu nateurlichen heissen quellen, aber mein Kreislauf haette das heisse Bad in der eisigen Kaelte leider nicht ausgehalten also badeten nur meine Fuesse.

Dann fuhren wie weiter mit dem Jeep durch die Salvador Dalí wueste (er war nie dort aber sie sieht so aus wie die wueste auf vieler seiner bilder) und zum "Arbol de Piedra" - deim Steinbaum in beeindruckenden runden Felslandschaften mitten in kalter Wueste auf 4000 metern hoehe - manchmal konnte ich mir gut vorstellen dass das alles mal unter wasser lag.

Copacabana, Titicacasee und Isla del Sol

An einem Dezemberwochenende fuhren Benny, eine Freundin die freiwillig mit uns im CIES arbeitet und ich mit dem Bus nach La Paz.
Wir hatten in Santa Cruz an einem Seminar verschiedener Freiwilligen-Organisationen Boliviens teilgenommen und sollten FReitag und Samstag das CIES auf einer kleinen Messe in La Paz vertreten.

Wir fuhren Donnerstag Nachmittag gegen 5 los und sollten Freitag morgen gegen 10 uhr ankommen, jedoch gab es durch starke Regenfaelle auf der Strecke anscheinend in beiden Richtungen Erdrutsche und so standen wir stundenlang mit dem Bus mitten im Regenwald und manche Bolivianer sagten so hilfeiche Dinge wie dass es das letzte Mal zwei Wochen gedauert haette bis jemand alles weggeschaufelt hatte und alle Leute mussten zu Fuss nach La Paz- war vielleicht etwas uebertrieben, aber mir war es auf der Fahrt ziemlich schlecht geworden je hoeher wir fuhren und ich musste mich uebergeben, so dass ich nach dem halkben Tag ordentlich Hunger hatte aber im Regenwald gabs keine Obststaende.

Jedenfalls kamen wir dann doch nach 25 anstatt nach 16 stunden Fahrt in La Paz an.
Wir trafen uns mit anderen Freiwilligen und nahmen also am Samstag an der Messe teil.
Nachmittags ging ich mit Freiwilligen aus La Paz in die Calle Sagánaga - dort gibt es alles von bunt gemusterten Tuechern, Kissen, Kleidung, Lamafell Kleidung, Socken, Taschen, Coca-Blatt-Ohrringe und viel Touristen-Krams.

Benny und ich hatten noch Montag und Dienstag frei und fuhren Sonntag mit dem Bus drei Stundenlang in das kleine Dorf Copacabana.
Da ich in La Paz heftigst die Hoehenkrankheit hatte (Mit Uebergeben, Kopfweh, Durchfall, Appetit- und Hungerlosigkeit etc.) war ich ziemlich muede und schlief ein.
Als ich wach wurde konnte ich es kaum glauben - da war tatsaechlich ploetzlich ganz viel Wasser und Lamas!! Der Titicacasee! und Lamas!
Benny schlief auch und als ich ihn sofort darauf weckte glaubte er mir es nicht, da wir die naechste Stunde nur noch an wuscheligen Eseln, Schafen und Kuehen vorbeifuhren und auch ich glaubte mich getaeuscht zu haben.

In Copacabana nahmen wir sofort eines der Boote und fuhren eineinhalb Stundenlang ueber den Himmelblauen See mit den schneebedeckten Andengipfeln im Hintergrund in Richtung Isla del Sol.
Wir kamen Mittags an der Suedseite der Insel an. Eigentlich besichtigt man die Insel zwei tage lang, wir hatten aber nur einen Tag und verpassten leider das letzte Boot zur Nordseite auf der es angeblich noch mehr zu sehen gibt!

Als wir mit unserem Boot ankamen standen am "Strand" der Isla del Sol viele Esel und Lamas die bis zum Abend nach und nach alle die steilen Berg der sofort hinter dem Strand hochstiegen, vollbepackt mit Essen und Getraenken fuer Inselbewohner, also das Pueblo, und fuer die vielen Touristen.

Auf der Suedseite der Isla del Sol gibt es wie gesagt nur die unspektakulaere Fuente del Inca (Inkaquelle), 3 Metallrohre die aus einer Betonwand mit Grafitti besprueht kommen, der Escalera del Inca (Inkatreppe) die sehr schoen ist wir aber nicht genau wissen wir alt sie ist oder warum genau sie so heisst und ein paar Ruinen die allerdings geschossen waren.

Die Hoehe machte Benny und mir wie noch nie zu schaffen, zu starker Uebelkeit, Kopfweh und Durchfall kam noch eine unbeschreibliche Kraftlosigkeit durch die ich am Abend kaum noch schaffte eine einfache Treppe hochzusteigen - allerdings hatte ich mich auch geweigert jegliche Medikamente vorher zu nehmen, da bei meinem ersten Altiplano Aufenthalt alles gut ging.
Es gibt naemlich die bei allen Freiwlligen sehr bekannten und beliebten Sorochi-Pills. Gibt es ueberall zu kaufen und sollte man vor jeder Hochland Reise schon mehrfach nehmen.
Die sind wohl ziemlich stark (bestimmt mit Coca) aber helfen wirklich und ohne die braucht man einfach Tage lang um sich an die Hoehe zu gewoehnen (angeblich nsgesamt 2 Monate).

Aber auch ohne Sorochi-Pills hatten Benny und ich einen waahnsinnigen Ausblick von unserem "Zimmer" (Wir hatten keine Kraft mehr unsere Rucksaecke in ein Hostal hoeher am Berg zu tragen und mieteten uns fuer einen Euro in ein voll belegtes Hostal ein und bekamen 2 Matrazen auf den Boden eines nicht fertig tapezierten Zimmers-war ganz gut nur war Abends eine riesige Spinne im Zimmer-weiss nicht warum es die hier sogar in der Kaelte gibt).

Wir assen Fisch (das einzige was ich die 5 Tage bei mir behielt - ich kam schlankstens wieder heim:), sahen den See, die Anden und es war totaaal schoen!

Als wir die Escalera del Inca am fruehen Nachmittag hochliefen begegneten wir ein paar Maedchen die alle unter 10 Jahre alt waren und unterhielten uns etwas mit ihnen.
Sie versuchten mir etwa eine halbe Stunde ein Fingerspiel beizubringen und lachten sich tot darueber dass ich es nicht verstand.
Was sie aber wohl nicht ganz verstanden hatten war, dass ich mit ihnen nur auf spanisch redete, sie mir das Spiel aber wohl auf Quechua oder Aymara beibrigen wollten und sich das in meinen Ohren nach chinesisch oder Aehnlichem anhoerte.

Als ich es aufgab (haaanchiii oder gooosuuuu zu sagen und meine Finger, die mit irgendwelchen Blaettern belegt wurden, zu verknoten ohne den Sinn zu verstehen) kugelten sich die Kinder lachend durchs Gras und Benny und ich versuchten weiter drei Stufen hochzugehen und dann wider 10 minuten auszuruhen.

Am naechsten Morgen fuhren wir im Boot zusammen mit (zum ersten mal fuer uns in Bolivien) vielen Touristen zurueck nach Copacabana (uebrigens wurde der Strand in Rio nach diesem Dorf benannt, da es dort eine schoene Kirche gibt, zu Ehren der Jungfrau von Copacabana die dort irgendwann mal erschien) und besichtigten die touristische Stadt in der wir nur die Kirche als sehenswert empfanden.

Dann ging es wieder in fast zweitaegiger Reise zurueck nach Santa Cruz.

viernes, 6 de noviembre de 2009

Was bisher geschah... ;)

Ich weiss, ich habe mein Blog lange vernachlaessigt.
Um um Verstaendnis zu bitten, waere es sicherlich nicht schlecht meine Wochenverplanung zu erwaehnen.
Um moeglichst alle Moeglichkeiten zu nutzen und die Zeit hier bestmoeglich auszunutzen, habe ich von Anfang an damit verbracht jede freie Minute zu verplanen (Scherz)!

Ich arbeite ja taeglich bis um 7 Uhr abends, habe Dienstag und Donnerstag je zweieinhalb Stunden lang Spanischunterricht in der Uni, Mittwoch und Freitag von halb 8 bis um 9 Uhr Salsa Kurs und Samstag Morgen Gitarrenunterricht. Allerdings bin ich noch auf der Suche nach Gesangsunterricht, hatte allerdings aufgrund der Verplanung wenig Zeit dafuer.

Den Gitarrenunterricht bekommen Leona Benny und ich bei mir zu Hause von einem privaten Lehrer.
Den Salsa Kurs machen 7 von uns 10 Freilwilligen bei Frieder zu Hause.
Unser Salsa-Lehrer ist Kubaner und macht seinen Job sehr gut denke ich.
Freiders Gastschwestern machen auch bei dem Kurs mit und es ist jedes Mal sehr lustig wenn Marco yum Beispiel Muenzen werfen muss damit Benny und ich uns nicht um das Fuehren bei den Drehungen streiten, wenn Marias (sie wohnt neben Frieder) kleine Gastschwestern unsere Schuhe anziehen (wir tanzen barfuss und haben nachher schwarze fuesse) und in unserem Kreis herumtanzen oder der verrueckte Hund von Frieders Gastfamilie an unseren Fuessen klebt obwohl wir tanzen.

Ansonsten mache ich wirklich viel mit den anderen Freiwilligen. Wir 10 verstehen uns wirklich gut und sind eine recht homogene Gruppe wuerde ich es mal nennen.
Wir treffen uns mindestens jeden zweiten Tag. Wenn nicht nach dem Salsa, auf der Plaza von wo aus wir uns den schoensten Ort aussuchen um den anstrengenden spanisch-lastigen Tag ausklingen zu lassen.

Letztes Wochenende waren wir zu sechst in Samaipata.
Samaipata liegt 3 Stunden von Santa Cruz entfernt und mit dem Taxi haben wir 2.50 euro pro Person bezahlt.
Wir fuhren gegen halb 8 am Samstag los und kamen auf dem Hinweg an Wasserfaellen vorbei. Wir baten den Fahrer anzuhalten und er wartete dann eine Stunde auf uns bis wir uns in den absolut schoenen Wasserfaellen erfrischt hatten.
Die waren echt schoen und wir hatten einen grossen Wasserfall nur fuer uns weil wir so frueh waren.
In Samaipata suchten wir uns ein Hotel und fanden ein guenstiges direkt an der Plaza (Wenn ich von der Plaza spreche meine ich immer die Plaza Principal, also die Hauptplaza) die absolut schoen ist.

Im Hotel lernte ich ein brasilianisches Paerchen kennen, die fuer 5 Monate vom sueden Brasiliens ueber Bolivien in die brasilianischen amazonasgebiete reist weil es ueber Bolivien guenstiger ist.
Die beiden zeigten uns ein super Restaurant wo wir dann zu Mittag assen und luden uns auf ein Konzert am Abend ein da der Brasilianer wohl ein recht bekannter Gitarrist ist und ueberall Konzerte gibt.

Das Restaurant wurde zufaelligerweise von Oesterreichern betrieben und alles war aus eigenem Anbau-sehr lecker.
Nachmittags fuhren wir zu dem eigentlichen Grund unserer Reise – El Fuerte.
El Fuerte ist eine praeinkaische Felsenruine, zaehlt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist 40 Hektar gross.
El Fuerte war wahrscheinlich mal ein Kultplatz aber eigentlich weiss das keiner so genau. Vielleicht war es eine Festung, vielleicht eine Anlage fuer einen Tempel des Schlangen- und Jaguarkultes und ist auf jedenfall ungefaehr 1500 Jahre alt.
Es ist der am weitesten oestlich gelegene Aussenposten der Inkas in Bolivien da sie dort auf die Guarani trafen von denen sie dann in einer Schlacht besiegt wurden.

Der riesige Stein deroben auf einem Berg auf den man gut hochlaufen kann liegt ist beeindruckend, jedoch war es bewoelkt und viele Details kann man nach 1500 jahren auch nicht mehr sehen als einige Kreise, Nischen und Rinnen in dem Stein, Aussenrum liegen die Grundsteine von ehemaligen Inkahauesern.

Was ich allerdings ziemlich schlecht finde, dafuer dass wir „gringos“ den doppelten Preis wie Einheimische bezahlen muessen ist, dass es kein einziges Schild zu Mutmassungen oder Erklaerungen zu den Ruinen oder dem Stein gibt. Also null Information.

Wir wanderten die 9 Kilometer nach Samaipata zurueck und verbrachten die Nacht mit Wein im Hotel weil es sintfluartig regnete.
Am naechsten Tag trafen wir auf dem Artesania Markt auf der Plaza zufaelligerweise eine deutsche Frewillige die einige von uns schon aus St. Cruz kannten und einen Freunde der durch Lateinamerika trampt und zeltet.
Mit den beiden verbrachten wir den Tag und assen Obst auf der Plaza.

Samaipata ist ausserdem ein beliebtes Reiseziel fuer viele Curcenos (Einwohner Santa Cruz`) und wir trafen durch Zufall auch den ein oder anderen bekannten „Artesanos“, also so genannte „Hippies“ die durchs Land reisen und mit Schmuck ihr Geld verdienen.

Dieses Wochenende dann fuhren wir Freiwilligen dann zu acht nach Cochabamba.
Cochabamba liegt 10 Stunden von Santa Cruz entfernt zwischen Santa Cruz und La Paz und wir fuhren Freitag Abend nach der Arbeit mit dem Bus los und kamen durch Verspaetung (man kann meistens mit 1 oder 2 Stunden rechnen) Morgends um 8 an.
Cochabamba hat angeblich das angenehmste Klima Boliviens aber da in Santa Cruz 40 Grad waren war es dort auch relativ heiss, aber nicht mit 90 Prozent Luftfeuchtigkeit wie hier also war es aushaltbar.

Waehrend die anden noch am Busbahnhof warteten gingen Benny und ich los um ein Hotel zu suchen.
Cochabamba ist insgesamt eindeutig aermer als Santa Cruz und durch Unwissenheit mieteten wir uns in den angeblich gefaehrlichsten Stadtteil der Stadt ein, allerdings in ein Hotel fuer 3 Euro die Nacht, das wirklich sauber und gut aussah, im gegensatz zu einigen 1,50 euro absteigen in denen wir das Bad eher ungern benutzt haetten.
Allerdings waren wir eh immer in unserer 8-mann bzw Frau-Gruppe unterwegs und liefen deshalb weniger Gefahr ueberfallen zu werden.

Mittags fuhren wir in ein Pueblo, also einen Vorort Cochabambas, der Quillakollo heisst.
Dort gibt es einen ziemlich einheimischen Markt den mir meine Gastfamilie empfohlen hatte wo man fuer nur einen Euro ein riesiges typisches Mittagessen mit Erdnusssuppe und „vergoldetem“ Haehnchen essen kann. Das haben wir natuerlich genutzt – am ende des leckeren Essens viel mir auf dass das Ambiente dieses Essplatzes(ich wuerde es eher nicht Restaurant nennen weil es wirklich keins war) einem alten Badezimmer glich, aber das fiel bei gutem Essen und bei Hunger keinem so wirklich auf.
Gegenueber von diesem Mercado ging es gleich in den naechsten Markt ueber auf dem am Samstag aufgrund des „Dia de los muertos“ (also Tag der Toten) der dann vorgestern am Montag war, Essen fuer diesen Anlass verkauft.
Die Bolivianer gehen am dia de los muertos auf den Friedhof und opfern ihren verstorbenen Familienmitgliedern Brote die sie backen, Teigbackwaren mit gesichtern und suessigkeiten, zuenden kerzen an und feiern und essen auf dem Friedhof.
Das konnten wir dann am Montag im Vornbeifahren auf mehreren Freidhoefen im Land sehen.

Als wir aus Quillikollo zurueckkamen gingen wir auf den Prado, eine grosse Hauptstrase mit vielen Bars, Restaurants und Discos, mussten allerdings um 12 wieder im Hotel sein, da es zumachte aus Angst vor Ueberfaellen.

Sonntag Morgen ueberedete Frieder uns alle zu traditionellem Cochabambinischem Fruehstueck das jedoch keinem so wirklich mundete.
Vieles des traditionellen bolivianischen Essen ist nun einfach wie es auch vielen Schildern zu lesen steht 100% Fett.
Es war ein heisses undefinierbares lila und gelbes Getraenk, dickfluessig und auch undefinierbar im Geschmack und eine Kaese-Empanada die totfrittiert wurde. Ich hatte das Gefuehl diese Mahlzeit am fruehen Morgen ist fuer Menschen die bis zum naechsten Morgen nichts ausser Kokablaettern essen (bzw kauen, man isst sie ja nicht) – aber wie immer in Bolivien stand eine stattliche Frau an der Strassenecke und verkaufte Melonenscheiben und frischgepressten O-Saft – damit war bis jetzt noch jede missglueckte oder fehlende Mahlzeit zu ersetzen.

Mit dem Bus gings zum Fusse des Berges auf dem die angeblich groesste Christusstatue Lateinamerikas (oder der welt??) steht – ich glaube aber rein aus Vorurteilen nicht daran dass sie groesser oder schoener sein soll als die in Rio.

In praller Mittagshitze ging es 1500 steile Stufen zum Christo hoch und wieder runter.
Anschliessend fuhren wir zu einer Lagune bei der wir leckeren Fisch assen – auch das wurde mir von meinem Gastvater der Fisch sehr liebt waermstens empfohlen.

Anschliessend gingen wir zurueck zur Plaza Cochabambas wo wir zufaelligerweise einen deutschen Freiwilligen aus La Paz trafen mit dem einige von uns eingereist waren.
Mit ihm gings auf die Cancha – angeblich der groesste Strassenmarkt Lateinamerikas allerdings fuer Benny und mich nichts besonderes, da wir uns ja taeglich mit dem Ramadas Santa Cruz´ auseinandersetzen muessen – ich hab ja schon mal drueber geschrieben.

Dort kauften wir unse Abendessen was ausnahmsweisemal nicht typisch fettig zuckerig war sondenr rein aus Obst und Wein bestand. Damit machten wir es uns auf der Plaza bequem und belustigten so manchen Cochabambinischen Einwohner, Pferdeherumfuehrer und Obdachlosen.

Am Montag (unserem ersten Feiertag) ging es in einer spontanen Aktion mit einem Bus nach Villa Tunari in einer Gegend namens Chapáre.
Aus dieser Ecke kommt wohl Evo Morales und es ist wohl das Koka-Anbaugebiet nummer eins, weswegen ich seit Montag auch af der Arbeit von meinem Mentor verlacht werde der immer meint ich konsumiere Koka, nur weil ich es in la Paz und hier einmal probiert habe.

Die vierstuendige Busfahrt dorthin war sehr aufregend.
Aehnlich wie die Fahrt von La Paz nach Santa Cruz ging es erst von kahlen seicht huegeligem Land in der Hoehe ins Tiefland mit tropischen Regenwaeldern und vernebelten Schluchten (genauso wie man es sich vorstellt ist es wirklich!) aus denen die seltsamsten papagaien und Froschgeraeusche hervorkommen.

Im Bus wurde das Klima von angenehm warm zu uebertrieben feucht-heiss.
Wir hatten uns zwar die letzten 8 Plaetze im Bus erkauft (nachdem wir wie immer den gringo-Preis herunterhandeln mussten – wir wuerden als unwissende Touristen gnadenlos abgezockt werden-aber wir sind ja schon fast Profis), allerdings hielt der Bus nach der Abfahrt noch mal und lud noch etwa 10 Menschen, darunter einige Kinder, Babys und ein Hundewelpe samt Sack Reis ein, was die Busfahrt dann endgueltig anstrengend machte.

4 Stunden lang stand neben mir eine Frau, ihr Baby lag auf einem Tuch am Boden und ihre drei anderen Kinder sassen bzw spielten daneben im Gang mit dem Welpen der gnadenlos an Beinen und Halsband herumgezerrt wurde,
Nachdem die Kinder nach ein paar Stunden gemerkt hatten dass ich auch nur ein ganz normaler Mitfahrer war krallten sie sich zweitweise mit ihren Avocado-Empanada-Hundewelpen-Fingern an mir fest wenn der Bus auf der Schotterstrasse neben dem Tropenwaldabhang mal wieder scharf bremsen musste weil ein LKW entgegen kam und gegen Ende der Fahrt schlug die Mutter ihnen vor jedes Mal laut „Casa“ zu schreien wenn eine Bretterhuette im Wald an uns Vorbeifuhr damit den Kindern nicht langweilig wurde.
Als mein schwerer Rucksack dann vor lauter Schlagloch-Bus-Gewackel fast auf das Baby gefallen waere wenn nicht die stehende Mutter ihn vorher aufgefangen haette, waere ich ganz gerne kurz ausgestiegen um meine durchgeschwitzen Klamotten kurz auszuwringen.

So lernt man als Europaer wahrscheinlich Geduld, ausserdem kann man sich bei uns glaube ich mittlerweile nie ueber Unbequemlichkeiten beschweren wenn man mal hier gereist ist, da es einfach Menschen gibt die in einer 10 Stunden Fahrt auf dem Gang sitzen oder stehen – ich frage mich jedes Mal ob sie etwas fuer die Fahrt bezahlen mussten weil das sonst ohne Ende unfair waere.

Angekommen in Villa Tunari hatten wir eigentlich nur Pech.
Der Nationalpark in dem es ein schoenes Freiwilligenprojekt mit wilden Tieren gibt war zu wegen dem Feiertag. Genau wie die Touristeninformation in der man Touren durch den Regenwald organisieren kann, die Restaurants hatten kein Essen, um zur Plaza zu laufen waren wir zu fertig, wir erfuhren dass es keine offizielen Busse oder Taxis zurueck nach Santa Cruz gab und die einzige Abkuehlung – der Fluss – war zu gefaehrlich zum baden.

Wir fanden trotzdem essbares, duschten uns kurz unter einem Wasserfall und machten uns dann auf dem 6 stuendigen Rueckweg.

Das ist eines unserer Probleme hier. Wir vetrauen noch haeufig den Aussagen der Bolivisner ohne sie zu hinterfragen.
Wenn man einen Bolivianer etwas fragt, egal worum es geht, gibt dieser anscheinend lieber eine falsche Information als gar keine.
Das soll keine boese Unterstellung sein, aber jedes Mal wenn wir auch nur leicht das Gefuehl hatten dass die gefragte Person nicht ganz viel Ahnung hatte und trotzdem dem Hinweis gefolgt sind, stellte sich die Information als voellig falsch oder beschoenigt heraus.

Wir hatte n naemlich extra in Cochabamba nach Rueckfahrgelegenheiten und Oeffnungszeiten weem dem Feiertag gefragt und nur positive Antworten erhalten – die Wahrheit sah anders aus und man kann wirklich (wirklich) sagen, dass Villa Tunari in der absoluten Pampa liegt.

Aussenrum nur tropisch schwuehler Regenwald, ab und zu kleine zertretene Vogelspinnen, bestimmt tolle Tier und Pflanzenwelt die man aber denke ich alleine lieber nicht kennenlernen sollte (sogar in Santa Cruz begruesste mich letztens vor meiner eigenen Haustuer eine mittelgrosse verletzte Vogelspinne und man kann wirklich nicht sagen dass es hier viel Natur gibt) und die Kokaplantagen die mir von meiner Gastfamilie zur Besichtigung empfohlen wurden lagen dann doch relativ weit ausserhalb und wie bekamen sie nicht einmal zu Gesicht.

Aber ich denke schon allein wegen dem Naturschutzgebiet und der Naehe zu Santa Cruz werde ich Villa Tunari dieses Jar noch mal besuchen und es war auch mal eine Erfahrung an einem solchen Ort abgesetzt zu werden.
Und wie gesagt ich denke ich werde mich in Deutschland nie wieder ueber anstrengende Busfahrten beschweren

martes, 6 de octubre de 2009

Hitze

Hallo mal wieder aus dem geschaetzte 45 Grad heissen Santa Cruz de la Sierra.
Als erstesmal moechte ich daraufhinweisen dass ich seit Tagen versuche hier Fotos hochzuladen es aber nicht schaffe. Deswegen nur das eine Bild.

ansonsten war ich dabei von meiner ersten kompletten Woche Santa Cruz zu erzaehlen.
Am Samstag war ich mit meiner Gastfamilie auf ihrem Landstueck eine Autostunde von Santa Cruz entfernt.
Je weiter man aus der Stadt herausfaehrt desto aermer wird es natuerlich bis irgendwann nurnoch vereinzelt ein paar Haeuser zu sehen sind.
Zu dem Stueck Land muss man eine unasphaltierte Strasse 10 kilometer entlangfahren, auf der einem teilweise Kuhherden oder riesige staubaufwirbelnde Lastwagen entgegenkommen und ab und zu tote Pferde bzw deren Skelette am Rand liegen.

Das Grundstueck ist riesig gross und wurde meiner Gastmutter und ihren 11 eigenen und 2 adoptierten Geschwistern von ihrem vater vererbt.
Sie hat dort als Kind jeden Tag Landwirtschaftliche arbeit geleistet in deren Geschmack ich dann auch kam.

Wir schleppten stundenlang insgesamt 300 Melonen. danach war ich absolut verschwitzt und eingestaubt, weiss allerdings mittlerweile wie man melonen erntet und woran man erkennt ob sie reif sind.

Anschliessend sind wir in ein Pueblo (aermliche kleine Orte auf dem Land) gefahren in das meine Gastmutter frueher taeglich zur Schule lief.
Dort assen wir typische Empanadas (gefuellte Teigtaschen) und tranken ein suessliches Maisgetraenk - nicht wirklich nach meinem Geschmack.
In dem Pueblo fahren die meisten Menschen mit Pferdekutschen herum, genauso die Mennoniten die dort ein Leben wie vor 300 jahren Leben.
Sie sind Nachkommen der Deutschen und reden altdeutsch aber ich war nicht sonderlich motiviert mit ihnen zu reden.
Sie tragen Latzhosen und Cowboyhuete, bzw lange baeurliche Kleider und Huete mit einem Tuch darueber, haben alle kaesige Haut und sehen aus als wuerden sie aus einer anderen Welt oder gerade vom Filmdreh kommen.
In Santa Cruz gibt es davon auch so einige.

Abends bin ich mit meinem Gastbruder Manuel und meinem Gastcousin Guido in eine Bar gegangen in der auch laute Lateinamerikanische Musik gespielt wird und wir haben vor allem Bier getrunken und Salsa und andere bolivianische Taenze getanzt.
Mit den beiden weggehen macht total viel Spass, habe ich am ersten Wochenende auchschon gemacht und was hier ganz angenehm ist ist, dass Maenner Frauen generell nicht bezahlen lassen und man sich Bierflaschen teilt bis sie leer sind und dann wird Nachschub geholt.

Sonntag waren die anderen deutschen frewilligen und ich bei einer Wahkampfrede von Evo Morales hier in Santa Cruz.
Ich kam zwar absolut verspaetet, aber es wurden noch stundenlang Reden von Indigenas (also sogenannten Ureinwohnern) auf Aymara oder Quechua, bzw auch auf Castellano gehalten und es wurden Indigena-Taenze aufgefuehrt.
Spaeter hat dann endlich Evo Morales selbst geredet. Es war toll ihr mal von so nahem zu sehen und ich konnte ihn sehr gut verstehen, da er als Politiker im Gegensatz zu fast allen anderen Bolivianern sehr deutlich spricht.

Er redete ueber den Erfolg, dass seit 4 Jahren erstmals ein indigener Praesident Bolivien regiert und dass so auch erstmals die Rechte der Indigenas beachtet werden und versucht wird sie besser zu integrieren.
Meine Gastfamilie war absolut entsetzt als sie hoerten ich wuerde mir die rede von Evo Morales anschauen gehen.
Ich wuerde mal sagen fast alle Cruceños (also die die hier leben) stehen ihm seeehr abgeneigt gegenueber, da Santa Cruz die reichste Stadt ist und hier im Oriente weniger Indigenas leben als im ocidente (Osten) und die Menschen hier angeblich seit Evo Morales Praesident ist zugunsten der Indigenas zurueckstecken muessen und ueberhaupt sind wie wohl immer absolut krumme Geschaefte mit Mord und Totschlag am Laufen. Das behaupten zumindest die meisten hier.
Aber generell gibt es, vielleicht vor allem seit E.M. Praesident ist, eine ziemliche Feindschaft wischen La Paz und Santa Cruz und viele wuenschen sich die Aufspaltung des Landes.

Anschliessend waren die weiblichen Freiwilligen auf der Plaza hinter der kathedrale auf einem handwerlicken markt des es hier jeden Sonntag gibt und wir haben uns mit Schmuck eingedeckt.

Die meisten wollten wissen wie es mir mit dem Spanisch ergeht:
soweit eigentlich ganz gut nur auf der Arbeit kann ich, wenn wir schonmal Aktivitaeten machen, kaum mitreden weil es eben vor allem um Organe, Aufklaerung und die verschiedenen verhuetungsmethoden geht. Ansonsten verstehe ich recht viel, aber vor allem eben alltaegliches.

Die Leute hier sprechen das S eigentlich gar nicht aus und nuscheln sowieso ein uebelstes Spanisch zusammen und mir ist aufgefallen dass ich das was ich in Brasilien nicht verstand weil ich die Woerter nicht kannte, ich jetzt nicht verstehe weil die Bolivianer so undeutlich reden.
Aber Donnerstag fange ich einen Kurs an, dann habe ich zweimal die Woche einen Kurs der insgesamt 5 Stunden die Woche geht. Ich kann den Kurs das ganze jahr lang machen und habe am Ende ein Zertifikat - wenn ich dir Pruefung bestehe.

Ansonsten kann der Alltag hier recht anstrengend sein.
Die Hitze ist zur Zeit wirklich seeehr stark und viele sind krank weil die Klimaanlagen immer uebelst runterkuehlen.
Meistens komme ich abends nassgeschwitzt heim, dusche und wache wieder klitschnass auf. Dabei macht es keinen Unterschied ob mein Fenster offen ist oder nicht, denn der abnormal (!!!) starke Wind ,der hier teilweise weht ,ist keine wirkliche Erfrischung.

Ansonsten werde ich egaaaal wann und wo ich hingehe staendig angeschaut.
Es heisst zwar immer dass es hier viel mehr "Weisse" und blonde gibt als im Rest des Landes aber trotzdem werde ich manchmal angeschaut als wuerde ich von einem anderen Planeten komme.
Auf der Arbeit bin ich ja shcon bekannt aber auf der Strasse, im Bus (den ich mindestens 4 mal tagelich nehmen muss) und ueberhaupt ueberall werde ich angeschaut, teilweise nicht gerade freundlich weil viele denken ich waere Amerikanerin die hier wohl nicht sehr beliebt sind.

Aber ansonsten sind die Menschen bisher suuuperlieb wenn man sie dann mal kennenlernt, auch wenn manche anfangs etwas reserviert sind.

Am schlimmsten ist dieser Spiessrutenlauf (wie Leona eine andere Frewiliige es richtig benannt hat) auf den Ramadas.
Das ist ein riiesiger Markt der sich direkt vor der Tuer des CIES Bueros durch viele Strassen zieht und ich habe mich schon oefters darin verlaufen.
Wenn man einmal weitgenug reinlaeuft hat man keine Ahnung mehr wo man ist, da man weder Himmel noch Haeuser sehen kann, weil von allen Staenden Plastikplanen herunterhaengen und die Staende so dicht aneinanderstehen dass man (auch aufgrund der bolivianischen gemuetlichkeit) kaum durchkommt.

Auf dem Ramadas gibt es eigentlich alles und vor allem auch guenstig zu kaufen.
Von Schuhen, Kleidung, Empanadas, Obst, Gemuese (generell essen), Tierfutter, Moebel oder PC und Fernsehzubehoer.
Ich laufe dort total gerne durch aber am liebsten in Begleitung von Benny, der mit mir bei CIES arbeitet, da es mir dann nicht so auffaellt dass ich aus jeder Ecke beobachtet werde.

Busfahren ist hier auch haeufig ein Abenteuer. Absolut toll ist, dass man alle Busse ueberall anhalten kann, also sich an irgendeine Strasse stelt und wartet bis einer Vorbeikommt. Egal wie lange man durch die Stadt faehrt bezahlt man als Student nur einen Bolivianer, was rund 10 Cent sind.
Abends und Morgends muss man sehr auf seine Sachen aufpassen, das die Busfahrer die Busse so voll laden bis wirklich gar nichts mehr geht und mir haeufiger von Diebstahl in Bussen bzw beim Ausstief erzaehlt wurde.
Die Orientierung faellt mir als absolut orientierungslosem Menschen sehr schwer, da immer gesagt wird dass rund 5 Busse zu dem gewuenschten Ziel fahren, aber eben natuerlich nicht alle in die selbe Strasse so dass ich schon haeufier auf dem Weg zur Arbeit mitten in den ramadas ausgesetzt wurde und mich verlief so dass ich 40 Minuten zu spaet zur arbeit kam (was hier allerdings kein Problem ist. wenn ich ab 3 uhr arbeiten soll, gehe ich kurz nach 3 solangsam zur strasse um auf einen bus zu warten.

Ausserdem ist die gesamte Stadt in Ringe aufgebaut, also ist es einfach wenn man weiss in welchem Ring man sich befindet bzw welcher Bus an welchem Ring langfaehrt - weiss ich natuerlich fast nie.
Also frage ich immer mindestens 2 personen welche Linien zu meinem Wunschziel fahren, weil mir mindestens 3 genannt werden aber eben nicht alle wirklich dort ankommen.

Ausserdem wird sich hier nicht mit Strassennahmen sondern mit Hausern, Strassenecken oder vor allem Denkmaelern orientiert.
Das heisst der Bus- oder Taxifahrer hat meistens keine Ahnung wo ich hinwill wenn ich ihm eine Strasse oder Adresse sage, da muss man schon kreativ sein und sich auskennen.

viernes, 2 de octubre de 2009

Meine erste Woche Santa Cruz

Meine erste Woche hier in Santa Cruz kam mir ewig lange vor und ich hab auch so einiges gemacht.
Zu erstmal zu meiner Arbeit:
Meine Organisation heisst CIES und ich arbeite in dem Teil der Jugendlichen, da es bei CIES ein ganzes Gesundheitszentrum, Aufklaerungsteil, 24 Stunden Krankenstation, Impfstation und vieles mehr gibt.

Ich arbeite taeglich von 8 bis 12 und von 3 bis um 7 und wohne relativ nah am CIES so dass ich mit dem Bus immer nur 5 Minuten fahren kann und zum Mittagessen nach hause fahre.
Bisher musste ich noch nicht viel machen, jedoch macht hier zur Zeit keiner so wirklich viel auf der Arbeit, anscheinend gibt es nicht viel.

Bei CIES arbeitet ausserdem Benny, allerdings in einem anderen jedoch aehnlichen Projekt.
Gestern musste ich jedoch ziemlich mithelfen, da wir eine Art Aufklaerungsmesse an einer Schule gemacht haben. Die Aktivitaeten werden alle von Jugendlichen organisiert und durchgefuehrt.

Wir haben verschiedene Staende waehrend der pause aufgebaut und Spiele gespielt und wer wollte konnte mitmachen. Jedoch war es fuer mich natuerlich sehr schwierig Fragen auf Spanisch zu beantworten da ich keiner der begriffe aus meinem Alltagsvokabular kenne.
Die Themengebiete ueber die wir vor allem reden sind "Familienplanung"-sprich Verhuetung, HIV und Aids, Gesundheit (vor allem fuer Schwangere und Kinder) und Menschenrechte (vor allem die der Frauen, also Recht auf eigene Lebensplanung, auf Bildung bezogen auf adequate Aufklaerung und das Recht ueber sich selbst zu bestimmen) - alles sehr interessant.

Ansonsten habe ich Abends nach der Arbeit bisher vieles mit den anderen Deutschen Freiwilligen gemacht - wir sind insgesamt 10 Deutsche hier.
Wir waren oefters an der Plaza de 24. septiembre (siehe Foto oben mit der Kathedrale) etwas trinken (dort gibt es auch oefters Touristen bzw Auslaender was man sonst nicht so oft sieht) und haben dort etwas getrunken.

Mittwoch waren wir auf einem Konzert der deutschen Band Voltaire die es hier im Deutschen Institut gab, sie machen gerade eine lateinamerikatour.
den Rest muss ich dann schreiben, muss mittagessen gehen. bai bai