Ich weiss, ich habe mein Blog lange vernachlaessigt.
Um um Verstaendnis zu bitten, waere es sicherlich nicht schlecht meine Wochenverplanung zu erwaehnen.
Um moeglichst alle Moeglichkeiten zu nutzen und die Zeit hier bestmoeglich auszunutzen, habe ich von Anfang an damit verbracht jede freie Minute zu verplanen (Scherz)!
Ich arbeite ja taeglich bis um 7 Uhr abends, habe Dienstag und Donnerstag je zweieinhalb Stunden lang Spanischunterricht in der Uni, Mittwoch und Freitag von halb 8 bis um 9 Uhr Salsa Kurs und Samstag Morgen Gitarrenunterricht. Allerdings bin ich noch auf der Suche nach Gesangsunterricht, hatte allerdings aufgrund der Verplanung wenig Zeit dafuer.
Den Gitarrenunterricht bekommen Leona Benny und ich bei mir zu Hause von einem privaten Lehrer.
Den Salsa Kurs machen 7 von uns 10 Freilwilligen bei Frieder zu Hause.
Unser Salsa-Lehrer ist Kubaner und macht seinen Job sehr gut denke ich.
Freiders Gastschwestern machen auch bei dem Kurs mit und es ist jedes Mal sehr lustig wenn Marco yum Beispiel Muenzen werfen muss damit Benny und ich uns nicht um das Fuehren bei den Drehungen streiten, wenn Marias (sie wohnt neben Frieder) kleine Gastschwestern unsere Schuhe anziehen (wir tanzen barfuss und haben nachher schwarze fuesse) und in unserem Kreis herumtanzen oder der verrueckte Hund von Frieders Gastfamilie an unseren Fuessen klebt obwohl wir tanzen.
Ansonsten mache ich wirklich viel mit den anderen Freiwilligen. Wir 10 verstehen uns wirklich gut und sind eine recht homogene Gruppe wuerde ich es mal nennen.
Wir treffen uns mindestens jeden zweiten Tag. Wenn nicht nach dem Salsa, auf der Plaza von wo aus wir uns den schoensten Ort aussuchen um den anstrengenden spanisch-lastigen Tag ausklingen zu lassen.
Letztes Wochenende waren wir zu sechst in Samaipata.
Samaipata liegt 3 Stunden von Santa Cruz entfernt und mit dem Taxi haben wir 2.50 euro pro Person bezahlt.
Wir fuhren gegen halb 8 am Samstag los und kamen auf dem Hinweg an Wasserfaellen vorbei. Wir baten den Fahrer anzuhalten und er wartete dann eine Stunde auf uns bis wir uns in den absolut schoenen Wasserfaellen erfrischt hatten.
Die waren echt schoen und wir hatten einen grossen Wasserfall nur fuer uns weil wir so frueh waren.
In Samaipata suchten wir uns ein Hotel und fanden ein guenstiges direkt an der Plaza (Wenn ich von der Plaza spreche meine ich immer die Plaza Principal, also die Hauptplaza) die absolut schoen ist.
Im Hotel lernte ich ein brasilianisches Paerchen kennen, die fuer 5 Monate vom sueden Brasiliens ueber Bolivien in die brasilianischen amazonasgebiete reist weil es ueber Bolivien guenstiger ist.
Die beiden zeigten uns ein super Restaurant wo wir dann zu Mittag assen und luden uns auf ein Konzert am Abend ein da der Brasilianer wohl ein recht bekannter Gitarrist ist und ueberall Konzerte gibt.
Das Restaurant wurde zufaelligerweise von Oesterreichern betrieben und alles war aus eigenem Anbau-sehr lecker.
Nachmittags fuhren wir zu dem eigentlichen Grund unserer Reise – El Fuerte.
El Fuerte ist eine praeinkaische Felsenruine, zaehlt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist 40 Hektar gross.
El Fuerte war wahrscheinlich mal ein Kultplatz aber eigentlich weiss das keiner so genau. Vielleicht war es eine Festung, vielleicht eine Anlage fuer einen Tempel des Schlangen- und Jaguarkultes und ist auf jedenfall ungefaehr 1500 Jahre alt.
Es ist der am weitesten oestlich gelegene Aussenposten der Inkas in Bolivien da sie dort auf die Guarani trafen von denen sie dann in einer Schlacht besiegt wurden.
Der riesige Stein deroben auf einem Berg auf den man gut hochlaufen kann liegt ist beeindruckend, jedoch war es bewoelkt und viele Details kann man nach 1500 jahren auch nicht mehr sehen als einige Kreise, Nischen und Rinnen in dem Stein, Aussenrum liegen die Grundsteine von ehemaligen Inkahauesern.
Was ich allerdings ziemlich schlecht finde, dafuer dass wir „gringos“ den doppelten Preis wie Einheimische bezahlen muessen ist, dass es kein einziges Schild zu Mutmassungen oder Erklaerungen zu den Ruinen oder dem Stein gibt. Also null Information.
Wir wanderten die 9 Kilometer nach Samaipata zurueck und verbrachten die Nacht mit Wein im Hotel weil es sintfluartig regnete.
Am naechsten Tag trafen wir auf dem Artesania Markt auf der Plaza zufaelligerweise eine deutsche Frewillige die einige von uns schon aus St. Cruz kannten und einen Freunde der durch Lateinamerika trampt und zeltet.
Mit den beiden verbrachten wir den Tag und assen Obst auf der Plaza.
Samaipata ist ausserdem ein beliebtes Reiseziel fuer viele Curcenos (Einwohner Santa Cruz`) und wir trafen durch Zufall auch den ein oder anderen bekannten „Artesanos“, also so genannte „Hippies“ die durchs Land reisen und mit Schmuck ihr Geld verdienen.
Dieses Wochenende dann fuhren wir Freiwilligen dann zu acht nach Cochabamba.
Cochabamba liegt 10 Stunden von Santa Cruz entfernt zwischen Santa Cruz und La Paz und wir fuhren Freitag Abend nach der Arbeit mit dem Bus los und kamen durch Verspaetung (man kann meistens mit 1 oder 2 Stunden rechnen) Morgends um 8 an.
Cochabamba hat angeblich das angenehmste Klima Boliviens aber da in Santa Cruz 40 Grad waren war es dort auch relativ heiss, aber nicht mit 90 Prozent Luftfeuchtigkeit wie hier also war es aushaltbar.
Waehrend die anden noch am Busbahnhof warteten gingen Benny und ich los um ein Hotel zu suchen.
Cochabamba ist insgesamt eindeutig aermer als Santa Cruz und durch Unwissenheit mieteten wir uns in den angeblich gefaehrlichsten Stadtteil der Stadt ein, allerdings in ein Hotel fuer 3 Euro die Nacht, das wirklich sauber und gut aussah, im gegensatz zu einigen 1,50 euro absteigen in denen wir das Bad eher ungern benutzt haetten.
Allerdings waren wir eh immer in unserer 8-mann bzw Frau-Gruppe unterwegs und liefen deshalb weniger Gefahr ueberfallen zu werden.
Mittags fuhren wir in ein Pueblo, also einen Vorort Cochabambas, der Quillakollo heisst.
Dort gibt es einen ziemlich einheimischen Markt den mir meine Gastfamilie empfohlen hatte wo man fuer nur einen Euro ein riesiges typisches Mittagessen mit Erdnusssuppe und „vergoldetem“ Haehnchen essen kann. Das haben wir natuerlich genutzt – am ende des leckeren Essens viel mir auf dass das Ambiente dieses Essplatzes(ich wuerde es eher nicht Restaurant nennen weil es wirklich keins war) einem alten Badezimmer glich, aber das fiel bei gutem Essen und bei Hunger keinem so wirklich auf.
Gegenueber von diesem Mercado ging es gleich in den naechsten Markt ueber auf dem am Samstag aufgrund des „Dia de los muertos“ (also Tag der Toten) der dann vorgestern am Montag war, Essen fuer diesen Anlass verkauft.
Die Bolivianer gehen am dia de los muertos auf den Friedhof und opfern ihren verstorbenen Familienmitgliedern Brote die sie backen, Teigbackwaren mit gesichtern und suessigkeiten, zuenden kerzen an und feiern und essen auf dem Friedhof.
Das konnten wir dann am Montag im Vornbeifahren auf mehreren Freidhoefen im Land sehen.
Als wir aus Quillikollo zurueckkamen gingen wir auf den Prado, eine grosse Hauptstrase mit vielen Bars, Restaurants und Discos, mussten allerdings um 12 wieder im Hotel sein, da es zumachte aus Angst vor Ueberfaellen.
Sonntag Morgen ueberedete Frieder uns alle zu traditionellem Cochabambinischem Fruehstueck das jedoch keinem so wirklich mundete.
Vieles des traditionellen bolivianischen Essen ist nun einfach wie es auch vielen Schildern zu lesen steht 100% Fett.
Es war ein heisses undefinierbares lila und gelbes Getraenk, dickfluessig und auch undefinierbar im Geschmack und eine Kaese-Empanada die totfrittiert wurde. Ich hatte das Gefuehl diese Mahlzeit am fruehen Morgen ist fuer Menschen die bis zum naechsten Morgen nichts ausser Kokablaettern essen (bzw kauen, man isst sie ja nicht) – aber wie immer in Bolivien stand eine stattliche Frau an der Strassenecke und verkaufte Melonenscheiben und frischgepressten O-Saft – damit war bis jetzt noch jede missglueckte oder fehlende Mahlzeit zu ersetzen.
Mit dem Bus gings zum Fusse des Berges auf dem die angeblich groesste Christusstatue Lateinamerikas (oder der welt??) steht – ich glaube aber rein aus Vorurteilen nicht daran dass sie groesser oder schoener sein soll als die in Rio.
In praller Mittagshitze ging es 1500 steile Stufen zum Christo hoch und wieder runter.
Anschliessend fuhren wir zu einer Lagune bei der wir leckeren Fisch assen – auch das wurde mir von meinem Gastvater der Fisch sehr liebt waermstens empfohlen.
Anschliessend gingen wir zurueck zur Plaza Cochabambas wo wir zufaelligerweise einen deutschen Freiwilligen aus La Paz trafen mit dem einige von uns eingereist waren.
Mit ihm gings auf die Cancha – angeblich der groesste Strassenmarkt Lateinamerikas allerdings fuer Benny und mich nichts besonderes, da wir uns ja taeglich mit dem Ramadas Santa Cruz´ auseinandersetzen muessen – ich hab ja schon mal drueber geschrieben.
Dort kauften wir unse Abendessen was ausnahmsweisemal nicht typisch fettig zuckerig war sondenr rein aus Obst und Wein bestand. Damit machten wir es uns auf der Plaza bequem und belustigten so manchen Cochabambinischen Einwohner, Pferdeherumfuehrer und Obdachlosen.
Am Montag (unserem ersten Feiertag) ging es in einer spontanen Aktion mit einem Bus nach Villa Tunari in einer Gegend namens Chapáre.
Aus dieser Ecke kommt wohl Evo Morales und es ist wohl das Koka-Anbaugebiet nummer eins, weswegen ich seit Montag auch af der Arbeit von meinem Mentor verlacht werde der immer meint ich konsumiere Koka, nur weil ich es in la Paz und hier einmal probiert habe.
Die vierstuendige Busfahrt dorthin war sehr aufregend.
Aehnlich wie die Fahrt von La Paz nach Santa Cruz ging es erst von kahlen seicht huegeligem Land in der Hoehe ins Tiefland mit tropischen Regenwaeldern und vernebelten Schluchten (genauso wie man es sich vorstellt ist es wirklich!) aus denen die seltsamsten papagaien und Froschgeraeusche hervorkommen.
Im Bus wurde das Klima von angenehm warm zu uebertrieben feucht-heiss.
Wir hatten uns zwar die letzten 8 Plaetze im Bus erkauft (nachdem wir wie immer den gringo-Preis herunterhandeln mussten – wir wuerden als unwissende Touristen gnadenlos abgezockt werden-aber wir sind ja schon fast Profis), allerdings hielt der Bus nach der Abfahrt noch mal und lud noch etwa 10 Menschen, darunter einige Kinder, Babys und ein Hundewelpe samt Sack Reis ein, was die Busfahrt dann endgueltig anstrengend machte.
4 Stunden lang stand neben mir eine Frau, ihr Baby lag auf einem Tuch am Boden und ihre drei anderen Kinder sassen bzw spielten daneben im Gang mit dem Welpen der gnadenlos an Beinen und Halsband herumgezerrt wurde,
Nachdem die Kinder nach ein paar Stunden gemerkt hatten dass ich auch nur ein ganz normaler Mitfahrer war krallten sie sich zweitweise mit ihren Avocado-Empanada-Hundewelpen-Fingern an mir fest wenn der Bus auf der Schotterstrasse neben dem Tropenwaldabhang mal wieder scharf bremsen musste weil ein LKW entgegen kam und gegen Ende der Fahrt schlug die Mutter ihnen vor jedes Mal laut „Casa“ zu schreien wenn eine Bretterhuette im Wald an uns Vorbeifuhr damit den Kindern nicht langweilig wurde.
Als mein schwerer Rucksack dann vor lauter Schlagloch-Bus-Gewackel fast auf das Baby gefallen waere wenn nicht die stehende Mutter ihn vorher aufgefangen haette, waere ich ganz gerne kurz ausgestiegen um meine durchgeschwitzen Klamotten kurz auszuwringen.
So lernt man als Europaer wahrscheinlich Geduld, ausserdem kann man sich bei uns glaube ich mittlerweile nie ueber Unbequemlichkeiten beschweren wenn man mal hier gereist ist, da es einfach Menschen gibt die in einer 10 Stunden Fahrt auf dem Gang sitzen oder stehen – ich frage mich jedes Mal ob sie etwas fuer die Fahrt bezahlen mussten weil das sonst ohne Ende unfair waere.
Angekommen in Villa Tunari hatten wir eigentlich nur Pech.
Der Nationalpark in dem es ein schoenes Freiwilligenprojekt mit wilden Tieren gibt war zu wegen dem Feiertag. Genau wie die Touristeninformation in der man Touren durch den Regenwald organisieren kann, die Restaurants hatten kein Essen, um zur Plaza zu laufen waren wir zu fertig, wir erfuhren dass es keine offizielen Busse oder Taxis zurueck nach Santa Cruz gab und die einzige Abkuehlung – der Fluss – war zu gefaehrlich zum baden.
Wir fanden trotzdem essbares, duschten uns kurz unter einem Wasserfall und machten uns dann auf dem 6 stuendigen Rueckweg.
Das ist eines unserer Probleme hier. Wir vetrauen noch haeufig den Aussagen der Bolivisner ohne sie zu hinterfragen.
Wenn man einen Bolivianer etwas fragt, egal worum es geht, gibt dieser anscheinend lieber eine falsche Information als gar keine.
Das soll keine boese Unterstellung sein, aber jedes Mal wenn wir auch nur leicht das Gefuehl hatten dass die gefragte Person nicht ganz viel Ahnung hatte und trotzdem dem Hinweis gefolgt sind, stellte sich die Information als voellig falsch oder beschoenigt heraus.
Wir hatte n naemlich extra in Cochabamba nach Rueckfahrgelegenheiten und Oeffnungszeiten weem dem Feiertag gefragt und nur positive Antworten erhalten – die Wahrheit sah anders aus und man kann wirklich (wirklich) sagen, dass Villa Tunari in der absoluten Pampa liegt.
Aussenrum nur tropisch schwuehler Regenwald, ab und zu kleine zertretene Vogelspinnen, bestimmt tolle Tier und Pflanzenwelt die man aber denke ich alleine lieber nicht kennenlernen sollte (sogar in Santa Cruz begruesste mich letztens vor meiner eigenen Haustuer eine mittelgrosse verletzte Vogelspinne und man kann wirklich nicht sagen dass es hier viel Natur gibt) und die Kokaplantagen die mir von meiner Gastfamilie zur Besichtigung empfohlen wurden lagen dann doch relativ weit ausserhalb und wie bekamen sie nicht einmal zu Gesicht.
Aber ich denke schon allein wegen dem Naturschutzgebiet und der Naehe zu Santa Cruz werde ich Villa Tunari dieses Jar noch mal besuchen und es war auch mal eine Erfahrung an einem solchen Ort abgesetzt zu werden.
Und wie gesagt ich denke ich werde mich in Deutschland nie wieder ueber anstrengende Busfahrten beschweren
viernes, 6 de noviembre de 2009
martes, 6 de octubre de 2009
Hitze
Hallo mal wieder aus dem geschaetzte 45 Grad heissen Santa Cruz de la Sierra.
Als erstesmal moechte ich daraufhinweisen dass ich seit Tagen versuche hier Fotos hochzuladen es aber nicht schaffe. Deswegen nur das eine Bild.
ansonsten war ich dabei von meiner ersten kompletten Woche Santa Cruz zu erzaehlen.
Am Samstag war ich mit meiner Gastfamilie auf ihrem Landstueck eine Autostunde von Santa Cruz entfernt.
Je weiter man aus der Stadt herausfaehrt desto aermer wird es natuerlich bis irgendwann nurnoch vereinzelt ein paar Haeuser zu sehen sind.
Zu dem Stueck Land muss man eine unasphaltierte Strasse 10 kilometer entlangfahren, auf der einem teilweise Kuhherden oder riesige staubaufwirbelnde Lastwagen entgegenkommen und ab und zu tote Pferde bzw deren Skelette am Rand liegen.
Das Grundstueck ist riesig gross und wurde meiner Gastmutter und ihren 11 eigenen und 2 adoptierten Geschwistern von ihrem vater vererbt.
Sie hat dort als Kind jeden Tag Landwirtschaftliche arbeit geleistet in deren Geschmack ich dann auch kam.
Wir schleppten stundenlang insgesamt 300 Melonen. danach war ich absolut verschwitzt und eingestaubt, weiss allerdings mittlerweile wie man melonen erntet und woran man erkennt ob sie reif sind.
Anschliessend sind wir in ein Pueblo (aermliche kleine Orte auf dem Land) gefahren in das meine Gastmutter frueher taeglich zur Schule lief.
Dort assen wir typische Empanadas (gefuellte Teigtaschen) und tranken ein suessliches Maisgetraenk - nicht wirklich nach meinem Geschmack.
In dem Pueblo fahren die meisten Menschen mit Pferdekutschen herum, genauso die Mennoniten die dort ein Leben wie vor 300 jahren Leben.
Sie sind Nachkommen der Deutschen und reden altdeutsch aber ich war nicht sonderlich motiviert mit ihnen zu reden.
Sie tragen Latzhosen und Cowboyhuete, bzw lange baeurliche Kleider und Huete mit einem Tuch darueber, haben alle kaesige Haut und sehen aus als wuerden sie aus einer anderen Welt oder gerade vom Filmdreh kommen.
In Santa Cruz gibt es davon auch so einige.
Abends bin ich mit meinem Gastbruder Manuel und meinem Gastcousin Guido in eine Bar gegangen in der auch laute Lateinamerikanische Musik gespielt wird und wir haben vor allem Bier getrunken und Salsa und andere bolivianische Taenze getanzt.
Mit den beiden weggehen macht total viel Spass, habe ich am ersten Wochenende auchschon gemacht und was hier ganz angenehm ist ist, dass Maenner Frauen generell nicht bezahlen lassen und man sich Bierflaschen teilt bis sie leer sind und dann wird Nachschub geholt.
Sonntag waren die anderen deutschen frewilligen und ich bei einer Wahkampfrede von Evo Morales hier in Santa Cruz.
Ich kam zwar absolut verspaetet, aber es wurden noch stundenlang Reden von Indigenas (also sogenannten Ureinwohnern) auf Aymara oder Quechua, bzw auch auf Castellano gehalten und es wurden Indigena-Taenze aufgefuehrt.
Spaeter hat dann endlich Evo Morales selbst geredet. Es war toll ihr mal von so nahem zu sehen und ich konnte ihn sehr gut verstehen, da er als Politiker im Gegensatz zu fast allen anderen Bolivianern sehr deutlich spricht.
Er redete ueber den Erfolg, dass seit 4 Jahren erstmals ein indigener Praesident Bolivien regiert und dass so auch erstmals die Rechte der Indigenas beachtet werden und versucht wird sie besser zu integrieren.
Meine Gastfamilie war absolut entsetzt als sie hoerten ich wuerde mir die rede von Evo Morales anschauen gehen.
Ich wuerde mal sagen fast alle Cruceños (also die die hier leben) stehen ihm seeehr abgeneigt gegenueber, da Santa Cruz die reichste Stadt ist und hier im Oriente weniger Indigenas leben als im ocidente (Osten) und die Menschen hier angeblich seit Evo Morales Praesident ist zugunsten der Indigenas zurueckstecken muessen und ueberhaupt sind wie wohl immer absolut krumme Geschaefte mit Mord und Totschlag am Laufen. Das behaupten zumindest die meisten hier.
Aber generell gibt es, vielleicht vor allem seit E.M. Praesident ist, eine ziemliche Feindschaft wischen La Paz und Santa Cruz und viele wuenschen sich die Aufspaltung des Landes.
Anschliessend waren die weiblichen Freiwilligen auf der Plaza hinter der kathedrale auf einem handwerlicken markt des es hier jeden Sonntag gibt und wir haben uns mit Schmuck eingedeckt.
Die meisten wollten wissen wie es mir mit dem Spanisch ergeht:
soweit eigentlich ganz gut nur auf der Arbeit kann ich, wenn wir schonmal Aktivitaeten machen, kaum mitreden weil es eben vor allem um Organe, Aufklaerung und die verschiedenen verhuetungsmethoden geht. Ansonsten verstehe ich recht viel, aber vor allem eben alltaegliches.
Die Leute hier sprechen das S eigentlich gar nicht aus und nuscheln sowieso ein uebelstes Spanisch zusammen und mir ist aufgefallen dass ich das was ich in Brasilien nicht verstand weil ich die Woerter nicht kannte, ich jetzt nicht verstehe weil die Bolivianer so undeutlich reden.
Aber Donnerstag fange ich einen Kurs an, dann habe ich zweimal die Woche einen Kurs der insgesamt 5 Stunden die Woche geht. Ich kann den Kurs das ganze jahr lang machen und habe am Ende ein Zertifikat - wenn ich dir Pruefung bestehe.
Ansonsten kann der Alltag hier recht anstrengend sein.
Die Hitze ist zur Zeit wirklich seeehr stark und viele sind krank weil die Klimaanlagen immer uebelst runterkuehlen.
Meistens komme ich abends nassgeschwitzt heim, dusche und wache wieder klitschnass auf. Dabei macht es keinen Unterschied ob mein Fenster offen ist oder nicht, denn der abnormal (!!!) starke Wind ,der hier teilweise weht ,ist keine wirkliche Erfrischung.
Ansonsten werde ich egaaaal wann und wo ich hingehe staendig angeschaut.
Es heisst zwar immer dass es hier viel mehr "Weisse" und blonde gibt als im Rest des Landes aber trotzdem werde ich manchmal angeschaut als wuerde ich von einem anderen Planeten komme.
Auf der Arbeit bin ich ja shcon bekannt aber auf der Strasse, im Bus (den ich mindestens 4 mal tagelich nehmen muss) und ueberhaupt ueberall werde ich angeschaut, teilweise nicht gerade freundlich weil viele denken ich waere Amerikanerin die hier wohl nicht sehr beliebt sind.
Aber ansonsten sind die Menschen bisher suuuperlieb wenn man sie dann mal kennenlernt, auch wenn manche anfangs etwas reserviert sind.
Am schlimmsten ist dieser Spiessrutenlauf (wie Leona eine andere Frewiliige es richtig benannt hat) auf den Ramadas.
Das ist ein riiesiger Markt der sich direkt vor der Tuer des CIES Bueros durch viele Strassen zieht und ich habe mich schon oefters darin verlaufen.
Wenn man einmal weitgenug reinlaeuft hat man keine Ahnung mehr wo man ist, da man weder Himmel noch Haeuser sehen kann, weil von allen Staenden Plastikplanen herunterhaengen und die Staende so dicht aneinanderstehen dass man (auch aufgrund der bolivianischen gemuetlichkeit) kaum durchkommt.
Auf dem Ramadas gibt es eigentlich alles und vor allem auch guenstig zu kaufen.
Von Schuhen, Kleidung, Empanadas, Obst, Gemuese (generell essen), Tierfutter, Moebel oder PC und Fernsehzubehoer.
Ich laufe dort total gerne durch aber am liebsten in Begleitung von Benny, der mit mir bei CIES arbeitet, da es mir dann nicht so auffaellt dass ich aus jeder Ecke beobachtet werde.
Busfahren ist hier auch haeufig ein Abenteuer. Absolut toll ist, dass man alle Busse ueberall anhalten kann, also sich an irgendeine Strasse stelt und wartet bis einer Vorbeikommt. Egal wie lange man durch die Stadt faehrt bezahlt man als Student nur einen Bolivianer, was rund 10 Cent sind.
Abends und Morgends muss man sehr auf seine Sachen aufpassen, das die Busfahrer die Busse so voll laden bis wirklich gar nichts mehr geht und mir haeufiger von Diebstahl in Bussen bzw beim Ausstief erzaehlt wurde.
Die Orientierung faellt mir als absolut orientierungslosem Menschen sehr schwer, da immer gesagt wird dass rund 5 Busse zu dem gewuenschten Ziel fahren, aber eben natuerlich nicht alle in die selbe Strasse so dass ich schon haeufier auf dem Weg zur Arbeit mitten in den ramadas ausgesetzt wurde und mich verlief so dass ich 40 Minuten zu spaet zur arbeit kam (was hier allerdings kein Problem ist. wenn ich ab 3 uhr arbeiten soll, gehe ich kurz nach 3 solangsam zur strasse um auf einen bus zu warten.
Ausserdem ist die gesamte Stadt in Ringe aufgebaut, also ist es einfach wenn man weiss in welchem Ring man sich befindet bzw welcher Bus an welchem Ring langfaehrt - weiss ich natuerlich fast nie.
Also frage ich immer mindestens 2 personen welche Linien zu meinem Wunschziel fahren, weil mir mindestens 3 genannt werden aber eben nicht alle wirklich dort ankommen.
Ausserdem wird sich hier nicht mit Strassennahmen sondern mit Hausern, Strassenecken oder vor allem Denkmaelern orientiert.
Das heisst der Bus- oder Taxifahrer hat meistens keine Ahnung wo ich hinwill wenn ich ihm eine Strasse oder Adresse sage, da muss man schon kreativ sein und sich auskennen.
Als erstesmal moechte ich daraufhinweisen dass ich seit Tagen versuche hier Fotos hochzuladen es aber nicht schaffe. Deswegen nur das eine Bild.
ansonsten war ich dabei von meiner ersten kompletten Woche Santa Cruz zu erzaehlen.
Am Samstag war ich mit meiner Gastfamilie auf ihrem Landstueck eine Autostunde von Santa Cruz entfernt.
Je weiter man aus der Stadt herausfaehrt desto aermer wird es natuerlich bis irgendwann nurnoch vereinzelt ein paar Haeuser zu sehen sind.
Zu dem Stueck Land muss man eine unasphaltierte Strasse 10 kilometer entlangfahren, auf der einem teilweise Kuhherden oder riesige staubaufwirbelnde Lastwagen entgegenkommen und ab und zu tote Pferde bzw deren Skelette am Rand liegen.
Das Grundstueck ist riesig gross und wurde meiner Gastmutter und ihren 11 eigenen und 2 adoptierten Geschwistern von ihrem vater vererbt.
Sie hat dort als Kind jeden Tag Landwirtschaftliche arbeit geleistet in deren Geschmack ich dann auch kam.
Wir schleppten stundenlang insgesamt 300 Melonen. danach war ich absolut verschwitzt und eingestaubt, weiss allerdings mittlerweile wie man melonen erntet und woran man erkennt ob sie reif sind.
Anschliessend sind wir in ein Pueblo (aermliche kleine Orte auf dem Land) gefahren in das meine Gastmutter frueher taeglich zur Schule lief.
Dort assen wir typische Empanadas (gefuellte Teigtaschen) und tranken ein suessliches Maisgetraenk - nicht wirklich nach meinem Geschmack.
In dem Pueblo fahren die meisten Menschen mit Pferdekutschen herum, genauso die Mennoniten die dort ein Leben wie vor 300 jahren Leben.
Sie sind Nachkommen der Deutschen und reden altdeutsch aber ich war nicht sonderlich motiviert mit ihnen zu reden.
Sie tragen Latzhosen und Cowboyhuete, bzw lange baeurliche Kleider und Huete mit einem Tuch darueber, haben alle kaesige Haut und sehen aus als wuerden sie aus einer anderen Welt oder gerade vom Filmdreh kommen.
In Santa Cruz gibt es davon auch so einige.
Abends bin ich mit meinem Gastbruder Manuel und meinem Gastcousin Guido in eine Bar gegangen in der auch laute Lateinamerikanische Musik gespielt wird und wir haben vor allem Bier getrunken und Salsa und andere bolivianische Taenze getanzt.
Mit den beiden weggehen macht total viel Spass, habe ich am ersten Wochenende auchschon gemacht und was hier ganz angenehm ist ist, dass Maenner Frauen generell nicht bezahlen lassen und man sich Bierflaschen teilt bis sie leer sind und dann wird Nachschub geholt.
Sonntag waren die anderen deutschen frewilligen und ich bei einer Wahkampfrede von Evo Morales hier in Santa Cruz.
Ich kam zwar absolut verspaetet, aber es wurden noch stundenlang Reden von Indigenas (also sogenannten Ureinwohnern) auf Aymara oder Quechua, bzw auch auf Castellano gehalten und es wurden Indigena-Taenze aufgefuehrt.
Spaeter hat dann endlich Evo Morales selbst geredet. Es war toll ihr mal von so nahem zu sehen und ich konnte ihn sehr gut verstehen, da er als Politiker im Gegensatz zu fast allen anderen Bolivianern sehr deutlich spricht.
Er redete ueber den Erfolg, dass seit 4 Jahren erstmals ein indigener Praesident Bolivien regiert und dass so auch erstmals die Rechte der Indigenas beachtet werden und versucht wird sie besser zu integrieren.
Meine Gastfamilie war absolut entsetzt als sie hoerten ich wuerde mir die rede von Evo Morales anschauen gehen.
Ich wuerde mal sagen fast alle Cruceños (also die die hier leben) stehen ihm seeehr abgeneigt gegenueber, da Santa Cruz die reichste Stadt ist und hier im Oriente weniger Indigenas leben als im ocidente (Osten) und die Menschen hier angeblich seit Evo Morales Praesident ist zugunsten der Indigenas zurueckstecken muessen und ueberhaupt sind wie wohl immer absolut krumme Geschaefte mit Mord und Totschlag am Laufen. Das behaupten zumindest die meisten hier.
Aber generell gibt es, vielleicht vor allem seit E.M. Praesident ist, eine ziemliche Feindschaft wischen La Paz und Santa Cruz und viele wuenschen sich die Aufspaltung des Landes.
Anschliessend waren die weiblichen Freiwilligen auf der Plaza hinter der kathedrale auf einem handwerlicken markt des es hier jeden Sonntag gibt und wir haben uns mit Schmuck eingedeckt.
Die meisten wollten wissen wie es mir mit dem Spanisch ergeht:
soweit eigentlich ganz gut nur auf der Arbeit kann ich, wenn wir schonmal Aktivitaeten machen, kaum mitreden weil es eben vor allem um Organe, Aufklaerung und die verschiedenen verhuetungsmethoden geht. Ansonsten verstehe ich recht viel, aber vor allem eben alltaegliches.
Die Leute hier sprechen das S eigentlich gar nicht aus und nuscheln sowieso ein uebelstes Spanisch zusammen und mir ist aufgefallen dass ich das was ich in Brasilien nicht verstand weil ich die Woerter nicht kannte, ich jetzt nicht verstehe weil die Bolivianer so undeutlich reden.
Aber Donnerstag fange ich einen Kurs an, dann habe ich zweimal die Woche einen Kurs der insgesamt 5 Stunden die Woche geht. Ich kann den Kurs das ganze jahr lang machen und habe am Ende ein Zertifikat - wenn ich dir Pruefung bestehe.
Ansonsten kann der Alltag hier recht anstrengend sein.
Die Hitze ist zur Zeit wirklich seeehr stark und viele sind krank weil die Klimaanlagen immer uebelst runterkuehlen.
Meistens komme ich abends nassgeschwitzt heim, dusche und wache wieder klitschnass auf. Dabei macht es keinen Unterschied ob mein Fenster offen ist oder nicht, denn der abnormal (!!!) starke Wind ,der hier teilweise weht ,ist keine wirkliche Erfrischung.
Ansonsten werde ich egaaaal wann und wo ich hingehe staendig angeschaut.
Es heisst zwar immer dass es hier viel mehr "Weisse" und blonde gibt als im Rest des Landes aber trotzdem werde ich manchmal angeschaut als wuerde ich von einem anderen Planeten komme.
Auf der Arbeit bin ich ja shcon bekannt aber auf der Strasse, im Bus (den ich mindestens 4 mal tagelich nehmen muss) und ueberhaupt ueberall werde ich angeschaut, teilweise nicht gerade freundlich weil viele denken ich waere Amerikanerin die hier wohl nicht sehr beliebt sind.
Aber ansonsten sind die Menschen bisher suuuperlieb wenn man sie dann mal kennenlernt, auch wenn manche anfangs etwas reserviert sind.
Am schlimmsten ist dieser Spiessrutenlauf (wie Leona eine andere Frewiliige es richtig benannt hat) auf den Ramadas.
Das ist ein riiesiger Markt der sich direkt vor der Tuer des CIES Bueros durch viele Strassen zieht und ich habe mich schon oefters darin verlaufen.
Wenn man einmal weitgenug reinlaeuft hat man keine Ahnung mehr wo man ist, da man weder Himmel noch Haeuser sehen kann, weil von allen Staenden Plastikplanen herunterhaengen und die Staende so dicht aneinanderstehen dass man (auch aufgrund der bolivianischen gemuetlichkeit) kaum durchkommt.
Auf dem Ramadas gibt es eigentlich alles und vor allem auch guenstig zu kaufen.
Von Schuhen, Kleidung, Empanadas, Obst, Gemuese (generell essen), Tierfutter, Moebel oder PC und Fernsehzubehoer.
Ich laufe dort total gerne durch aber am liebsten in Begleitung von Benny, der mit mir bei CIES arbeitet, da es mir dann nicht so auffaellt dass ich aus jeder Ecke beobachtet werde.
Busfahren ist hier auch haeufig ein Abenteuer. Absolut toll ist, dass man alle Busse ueberall anhalten kann, also sich an irgendeine Strasse stelt und wartet bis einer Vorbeikommt. Egal wie lange man durch die Stadt faehrt bezahlt man als Student nur einen Bolivianer, was rund 10 Cent sind.
Abends und Morgends muss man sehr auf seine Sachen aufpassen, das die Busfahrer die Busse so voll laden bis wirklich gar nichts mehr geht und mir haeufiger von Diebstahl in Bussen bzw beim Ausstief erzaehlt wurde.
Die Orientierung faellt mir als absolut orientierungslosem Menschen sehr schwer, da immer gesagt wird dass rund 5 Busse zu dem gewuenschten Ziel fahren, aber eben natuerlich nicht alle in die selbe Strasse so dass ich schon haeufier auf dem Weg zur Arbeit mitten in den ramadas ausgesetzt wurde und mich verlief so dass ich 40 Minuten zu spaet zur arbeit kam (was hier allerdings kein Problem ist. wenn ich ab 3 uhr arbeiten soll, gehe ich kurz nach 3 solangsam zur strasse um auf einen bus zu warten.
Ausserdem ist die gesamte Stadt in Ringe aufgebaut, also ist es einfach wenn man weiss in welchem Ring man sich befindet bzw welcher Bus an welchem Ring langfaehrt - weiss ich natuerlich fast nie.
Also frage ich immer mindestens 2 personen welche Linien zu meinem Wunschziel fahren, weil mir mindestens 3 genannt werden aber eben nicht alle wirklich dort ankommen.
Ausserdem wird sich hier nicht mit Strassennahmen sondern mit Hausern, Strassenecken oder vor allem Denkmaelern orientiert.
Das heisst der Bus- oder Taxifahrer hat meistens keine Ahnung wo ich hinwill wenn ich ihm eine Strasse oder Adresse sage, da muss man schon kreativ sein und sich auskennen.
viernes, 2 de octubre de 2009
Meine erste Woche Santa Cruz
Meine erste Woche hier in Santa Cruz kam mir ewig lange vor und ich hab auch so einiges gemacht.
Zu erstmal zu meiner Arbeit:
Meine Organisation heisst CIES und ich arbeite in dem Teil der Jugendlichen, da es bei CIES ein ganzes Gesundheitszentrum, Aufklaerungsteil, 24 Stunden Krankenstation, Impfstation und vieles mehr gibt.
Ich arbeite taeglich von 8 bis 12 und von 3 bis um 7 und wohne relativ nah am CIES so dass ich mit dem Bus immer nur 5 Minuten fahren kann und zum Mittagessen nach hause fahre.
Bisher musste ich noch nicht viel machen, jedoch macht hier zur Zeit keiner so wirklich viel auf der Arbeit, anscheinend gibt es nicht viel.
Bei CIES arbeitet ausserdem Benny, allerdings in einem anderen jedoch aehnlichen Projekt.
Gestern musste ich jedoch ziemlich mithelfen, da wir eine Art Aufklaerungsmesse an einer Schule gemacht haben. Die Aktivitaeten werden alle von Jugendlichen organisiert und durchgefuehrt.
Wir haben verschiedene Staende waehrend der pause aufgebaut und Spiele gespielt und wer wollte konnte mitmachen. Jedoch war es fuer mich natuerlich sehr schwierig Fragen auf Spanisch zu beantworten da ich keiner der begriffe aus meinem Alltagsvokabular kenne.
Die Themengebiete ueber die wir vor allem reden sind "Familienplanung"-sprich Verhuetung, HIV und Aids, Gesundheit (vor allem fuer Schwangere und Kinder) und Menschenrechte (vor allem die der Frauen, also Recht auf eigene Lebensplanung, auf Bildung bezogen auf adequate Aufklaerung und das Recht ueber sich selbst zu bestimmen) - alles sehr interessant.
Ansonsten habe ich Abends nach der Arbeit bisher vieles mit den anderen Deutschen Freiwilligen gemacht - wir sind insgesamt 10 Deutsche hier.
Wir waren oefters an der Plaza de 24. septiembre (siehe Foto oben mit der Kathedrale) etwas trinken (dort gibt es auch oefters Touristen bzw Auslaender was man sonst nicht so oft sieht) und haben dort etwas getrunken.
Mittwoch waren wir auf einem Konzert der deutschen Band Voltaire die es hier im Deutschen Institut gab, sie machen gerade eine lateinamerikatour.
den Rest muss ich dann schreiben, muss mittagessen gehen. bai bai
Zu erstmal zu meiner Arbeit:
Meine Organisation heisst CIES und ich arbeite in dem Teil der Jugendlichen, da es bei CIES ein ganzes Gesundheitszentrum, Aufklaerungsteil, 24 Stunden Krankenstation, Impfstation und vieles mehr gibt.
Ich arbeite taeglich von 8 bis 12 und von 3 bis um 7 und wohne relativ nah am CIES so dass ich mit dem Bus immer nur 5 Minuten fahren kann und zum Mittagessen nach hause fahre.
Bisher musste ich noch nicht viel machen, jedoch macht hier zur Zeit keiner so wirklich viel auf der Arbeit, anscheinend gibt es nicht viel.
Bei CIES arbeitet ausserdem Benny, allerdings in einem anderen jedoch aehnlichen Projekt.
Gestern musste ich jedoch ziemlich mithelfen, da wir eine Art Aufklaerungsmesse an einer Schule gemacht haben. Die Aktivitaeten werden alle von Jugendlichen organisiert und durchgefuehrt.
Wir haben verschiedene Staende waehrend der pause aufgebaut und Spiele gespielt und wer wollte konnte mitmachen. Jedoch war es fuer mich natuerlich sehr schwierig Fragen auf Spanisch zu beantworten da ich keiner der begriffe aus meinem Alltagsvokabular kenne.
Die Themengebiete ueber die wir vor allem reden sind "Familienplanung"-sprich Verhuetung, HIV und Aids, Gesundheit (vor allem fuer Schwangere und Kinder) und Menschenrechte (vor allem die der Frauen, also Recht auf eigene Lebensplanung, auf Bildung bezogen auf adequate Aufklaerung und das Recht ueber sich selbst zu bestimmen) - alles sehr interessant.
Ansonsten habe ich Abends nach der Arbeit bisher vieles mit den anderen Deutschen Freiwilligen gemacht - wir sind insgesamt 10 Deutsche hier.
Wir waren oefters an der Plaza de 24. septiembre (siehe Foto oben mit der Kathedrale) etwas trinken (dort gibt es auch oefters Touristen bzw Auslaender was man sonst nicht so oft sieht) und haben dort etwas getrunken.
Mittwoch waren wir auf einem Konzert der deutschen Band Voltaire die es hier im Deutschen Institut gab, sie machen gerade eine lateinamerikatour.
den Rest muss ich dann schreiben, muss mittagessen gehen. bai bai
sábado, 26 de septiembre de 2009
weitere Eindrücke von La Paz
Am zweiten und dritten Tag unseres Einfuehrungsseminars hatten wir auch sehr tolles Programm in La Paz.
Wir haben Valle de la Luna besucht.
Eine Art Mondlandschaft aus stalagmiten-foermigen Erdhuegelchen in der naehe von La Paz.
Ausserdem sind wir an einem sehr verregneten Tag mit einem klapprigen Bus und unserem supercoolen Touristine-Fuehrer Marco hoch nach El Alto gefahren.
Er zeigte uns einige Rituale die normalerweise alte Schamanen machen die damit Geld verdienen, dass Menschen zu ihnen kommen und sich zum Beispiel Glueck fuer die Liebe etc. wuenschen.
der Schamane macht dann ein Lagerfeuer mit Coca-Blaettern, Suessigkeiten, Kraeutern und tausend anderen Sachen die er somit glaube ich der Pacha Mama opfert - der Mutter Erde - die hier in Bolivien bei den Indígenas(also den Ureinwohnern) eine grosse Rolle spielt.
Die Fahrt hoch nach El Alto geht durch die Armenviertel (wobei ganz La Paz ziemlich arm erscheint), ueber sehr steile strassen, die zu Fluessen wurden dadurch dass es so stark geregnet hat.
El Alto selbst liegt auf dem Altiplano (also ganz oben auf dem berg) und ist im gegensatz zu La Paz - wo man von wirklich jedem Platz aus entweder Sicht auf die Anden oder auf bergige Strassen hat - komplett flach. und man kann aber dennoch weit sehen, zum Beispiel die Spitze der schneebedeckten Andenberge, wirklich witzig.
In El Alto waren wir auf einer Art Hexenmarkt der im gegensatz zu dem in La Paz weitgehend unbekannt ist, man kann allerdings auch verstehen warum.
Auslaender sind dort wirklich nicht gerade willkommen. Wir wurden als Amerikaner und gringos beschimpft und haben uns wirklich nicht so wohl gefuehlt.
Ich zumindest konnte allerdings gut verstehen warum wir nicht willkomen waren.
El Alto ist wirklich sehr arm.
Auf dem Markt werden die Dinge verkauft die fuer die Pacha mama geopfert werden.
Zum Beispiel auch Schweine und Lama-Föten die man unter jede Ecke seines hauses vergraebt.
Uns sind teilweise Strassenkinder hinterhergelaufen. Erst haben sie gebettelt aber dann haben sie sich fuer uns interessiert und einige wollten dass ich ihnen ein bisschen deutsch beibringe.
Die Fahrt von La Paz ueber El Alto zu meinem Einsatzort Santa Cruz war wahsinnig interessant und anstrengend.
Aufgrund der enromen Hoehenunterschiede und der teilweise schlechten Strassen hat unser Bus fuer 500 Kilometer fast 19 Stunden gebraucht.
Wir waren das erste mal ohne Betreuer unterwegs und die fahrt war seehr anstregend.
Jedesmal wenn der Bus anhielt mussten wir aufwachen um zu schauen ob unsere Koffer nicht aus den Seitentueren geklaut wuerden und es gab ganze 3 Kokain-Kontrollen, die teilweise fast arg lange dauerten.
Wir mussten dann aussteigen, einige Koffer oeffnen und anstatt einen Drogen-Suchhund einzusetzen (was sie erst am Ende machten) brachen die Polizisten manche Koffer auf oder stachen einfach mit Messern in taschen um zu sehen ob Kokain rauskommt.
Das war echt nervig weil wir nicht wussten was sie taten und uns schon geaergert haben.
Die Landschaft auf dem Altiplano ist extrem karg. Aus El Alto rausgekommen stehen teilweise nur vereinzelt sehr einfache haeuser in der Gegend herum.
Die Menschen keben von landwirtschaft und Schulen, Geschaefte oder Kirchen habe ich vergeblich gesucht.
man kann seehr weit sehen und noch lange die Gipfel der Anden.
Als ich gegen 4 Uhr morgens jedoch aufwachte war die landschaft extreem anders.
Neben der loechrigen Strasse standen Meterhohe Palmen, die Luft war sehr feucht und es sah aus als koennte niemand durch diesen Wald durchkommen.
Dann wurde die landschaft immer trockener und weniger bewaldet, bis wir endlich in santa Cruz ankamen.
Einen tag lang habe ich in meiner gastfamilie gelebt, die sehr nett ist (drei gastbrueder und eine kleinere Gastschwester die mir staendig hinterherlaeuft und viel zu schnell spricht) und am naechsten tag bin ich mit 15 Jugendlichen meiner Organisation in der ich ab Montag arbeite in ein Öko-Resort hier in der Nähe gefahren.
Dort haben wir 3 tage lang "gearbeitet" aber eigentlich eher viel Freizeit gehabt.
Was immer gesagt wird stimmt wirklich - die Arbeitsmoral ist hier ganz anders und ich glaube ich werde noch haeufiger etwas ungeduldig sein mit den Bolivianern (anstatt um 8 uhr am Busbahnhof loszufahren fuhren wir um 11 und keiner wusste wer noch fehlt, wann und wo der bus faehrt).
Das Öko-Resort war wirklich echt schön. Es liegt direkt an einer Lagune, mitten im Wald und es laufen ueberal auf dem gelaende Pferde, ein Schwein (was mich anscheinend sehr mochte da es immer hinter mir herlief, mich komplett ableckte und sich den Kopf an meinem Bein gekratzt hat), Katzen, ein Affe, papageien, Eichhoernchen und andere Viecher herum.
Das Klima hier ist eecht warm. Aber da erst Fruehling ist ist das wohl erst der Anfang.
Denn zur Zeit weht noch ein seeehr sehr starker Wind hier durch die Stadt der teilweise riesige Staubwolken aufwirbelt.
Wir haben Valle de la Luna besucht.
Eine Art Mondlandschaft aus stalagmiten-foermigen Erdhuegelchen in der naehe von La Paz.
Ausserdem sind wir an einem sehr verregneten Tag mit einem klapprigen Bus und unserem supercoolen Touristine-Fuehrer Marco hoch nach El Alto gefahren.
Er zeigte uns einige Rituale die normalerweise alte Schamanen machen die damit Geld verdienen, dass Menschen zu ihnen kommen und sich zum Beispiel Glueck fuer die Liebe etc. wuenschen.
der Schamane macht dann ein Lagerfeuer mit Coca-Blaettern, Suessigkeiten, Kraeutern und tausend anderen Sachen die er somit glaube ich der Pacha Mama opfert - der Mutter Erde - die hier in Bolivien bei den Indígenas(also den Ureinwohnern) eine grosse Rolle spielt.
Die Fahrt hoch nach El Alto geht durch die Armenviertel (wobei ganz La Paz ziemlich arm erscheint), ueber sehr steile strassen, die zu Fluessen wurden dadurch dass es so stark geregnet hat.
El Alto selbst liegt auf dem Altiplano (also ganz oben auf dem berg) und ist im gegensatz zu La Paz - wo man von wirklich jedem Platz aus entweder Sicht auf die Anden oder auf bergige Strassen hat - komplett flach. und man kann aber dennoch weit sehen, zum Beispiel die Spitze der schneebedeckten Andenberge, wirklich witzig.
In El Alto waren wir auf einer Art Hexenmarkt der im gegensatz zu dem in La Paz weitgehend unbekannt ist, man kann allerdings auch verstehen warum.
Auslaender sind dort wirklich nicht gerade willkommen. Wir wurden als Amerikaner und gringos beschimpft und haben uns wirklich nicht so wohl gefuehlt.
Ich zumindest konnte allerdings gut verstehen warum wir nicht willkomen waren.
El Alto ist wirklich sehr arm.
Auf dem Markt werden die Dinge verkauft die fuer die Pacha mama geopfert werden.
Zum Beispiel auch Schweine und Lama-Föten die man unter jede Ecke seines hauses vergraebt.
Uns sind teilweise Strassenkinder hinterhergelaufen. Erst haben sie gebettelt aber dann haben sie sich fuer uns interessiert und einige wollten dass ich ihnen ein bisschen deutsch beibringe.
Die Fahrt von La Paz ueber El Alto zu meinem Einsatzort Santa Cruz war wahsinnig interessant und anstrengend.
Aufgrund der enromen Hoehenunterschiede und der teilweise schlechten Strassen hat unser Bus fuer 500 Kilometer fast 19 Stunden gebraucht.
Wir waren das erste mal ohne Betreuer unterwegs und die fahrt war seehr anstregend.
Jedesmal wenn der Bus anhielt mussten wir aufwachen um zu schauen ob unsere Koffer nicht aus den Seitentueren geklaut wuerden und es gab ganze 3 Kokain-Kontrollen, die teilweise fast arg lange dauerten.
Wir mussten dann aussteigen, einige Koffer oeffnen und anstatt einen Drogen-Suchhund einzusetzen (was sie erst am Ende machten) brachen die Polizisten manche Koffer auf oder stachen einfach mit Messern in taschen um zu sehen ob Kokain rauskommt.
Das war echt nervig weil wir nicht wussten was sie taten und uns schon geaergert haben.
Die Landschaft auf dem Altiplano ist extrem karg. Aus El Alto rausgekommen stehen teilweise nur vereinzelt sehr einfache haeuser in der Gegend herum.
Die Menschen keben von landwirtschaft und Schulen, Geschaefte oder Kirchen habe ich vergeblich gesucht.
man kann seehr weit sehen und noch lange die Gipfel der Anden.
Als ich gegen 4 Uhr morgens jedoch aufwachte war die landschaft extreem anders.
Neben der loechrigen Strasse standen Meterhohe Palmen, die Luft war sehr feucht und es sah aus als koennte niemand durch diesen Wald durchkommen.
Dann wurde die landschaft immer trockener und weniger bewaldet, bis wir endlich in santa Cruz ankamen.
Einen tag lang habe ich in meiner gastfamilie gelebt, die sehr nett ist (drei gastbrueder und eine kleinere Gastschwester die mir staendig hinterherlaeuft und viel zu schnell spricht) und am naechsten tag bin ich mit 15 Jugendlichen meiner Organisation in der ich ab Montag arbeite in ein Öko-Resort hier in der Nähe gefahren.
Dort haben wir 3 tage lang "gearbeitet" aber eigentlich eher viel Freizeit gehabt.
Was immer gesagt wird stimmt wirklich - die Arbeitsmoral ist hier ganz anders und ich glaube ich werde noch haeufiger etwas ungeduldig sein mit den Bolivianern (anstatt um 8 uhr am Busbahnhof loszufahren fuhren wir um 11 und keiner wusste wer noch fehlt, wann und wo der bus faehrt).
Das Öko-Resort war wirklich echt schön. Es liegt direkt an einer Lagune, mitten im Wald und es laufen ueberal auf dem gelaende Pferde, ein Schwein (was mich anscheinend sehr mochte da es immer hinter mir herlief, mich komplett ableckte und sich den Kopf an meinem Bein gekratzt hat), Katzen, ein Affe, papageien, Eichhoernchen und andere Viecher herum.
Das Klima hier ist eecht warm. Aber da erst Fruehling ist ist das wohl erst der Anfang.
Denn zur Zeit weht noch ein seeehr sehr starker Wind hier durch die Stadt der teilweise riesige Staubwolken aufwirbelt.
wie ihr sicherlich richtig vermuten koennt bin ich gut angekommen :)
gegen 1 uhr heute morgen kamen wir in El Alto an (ein stadtteil von LaPaz der so gross ist dass er nun selbst eine stadt bildet).
die luft hier oben ist wiirklich duenn und es roch nach saunaluft, oder irgendwie kohlig.
manche von uns haben ihr gepaeck nicht bekommen aber ich gehoere zu der gluecklichen haelfte die nun alle maedels mit kleidung versorgt.
vom hoechstgelegenen flughafen der welt gings mit einem coolen safaribus mit unseren beiden betreuerinnen Monica (ist fuer lapaz zustaendig) und erica (ist fuer die frewilligen in santa cruz zustaendig) runter nach La paz.wir kamen erstmal in den genuss von coca-tee (ja aus den blaettern aus denen man kokain macht - nicht ganz lecker aber das fand ich ja zuerst beim mate-tee auch, anfangs viel zu bitter) der uns alle etwas aufbaute.
ein paar maedels ging es wirklich schlecht schon am flughafen weil 4100 meter echt nicht zu unterschaetzen sind und sie hatten leichte kreislaufprobleme aber da waren wir noch alleine also holte ich vom arztservice am flughafen wasser und anschliessend hatten wir angst es waere leitungswasser gewesen aber noch geht es unseren maegen gut.
die fahrt runter von El Alto nach La Paz auf 3600 metern ist ein krasser unterschied fuer den kreislauf aber einfach der hammer!
el alto hat mich an aermere viertel brasiliens erinnert. strassenhunde und unverputze backsteinhaeuser ueberall.
aber ploetzlich ging es links von der strasse tausende meter weit runter und wir blickten in ein riiiiieeesiges loch, (kessel genannt ) mit den Anden aussenrum in dem milliaaaaarden lichter leuchtete.
als haette man in eine erdkule lichterketten geworfen - das war lapaz
heute morgen wurde uns vom deutschen botschafter die innen und aussenpolitische situation boliviens erklaert, wir bekamen infos zu arbeit, gastfamilien und unsere handys (sms kosten mich, bzw euch an mich nur 10 cent also schreibt fleissig!).
bis eben haben wir eine rundfahrt mit einem touri-bus durch lapaz gemacht. wir fanden es zwar aetzend dass uns alle anschauten als waeren wir die letzten touristen (was ja momenatn auch noch so ist ) aber so viel nervenkitzel hatte ich noch in einem bus.
wir sassen oben auf dem dach des doppeldeckers und uns sind alle zwei sekunden zentimeter dicke stromleitungen fats ins gesicht geschlagen.
das war teilweise wirklich beangstigend. wir standen oefters auf um fotos zu machen und mussten uns dann teilweise auf den boden schmeissen weil die einfach vom himmel herab tausende von stromleitungen oberhalb der strassen herumhangen lassen.
aber die meisten sind verkleidet - das weiss ich weil zwei jungs im gesicht gestreift wurden. naja-nervenkitzel pur eben.
ansonsten ist es teilweise wirklich so wie die meisten von euch sich bolivien wahrscheinlich (bzw die traditionellen frauen hier) vorstellen.
kleine frauen mit dicken roecken und filzhueten auf dem kopf , mit ponchos oder umhaengetuechern ueber der schulter und auf dem ruecken ein tragetuch mit enrtweder einem kind oder kartons etc.
die hoehenkrankheit hat bisher gott sei dank noch keiner, aber auch wenn man es sich sicherlich kaum vorstellen kann aber drei treppen steigen ist hier hochleistungssport fuer uns!
man ist nach zwei kurzen treppen so ausser atem dass man herzrasen bekommt, kurzatmig ist uns uebelst schnauft. wenn man eien schwachen kreislauf hat muss man sich teilweise hinsetzen.
aber das ist ja zum glueck nur die ersten tage so.
was dagegen hilft ist neben ganz viel cocatee das Kauen von cocablaettern was allerdings noch ekliger ist.man nimmt einige coca-blaetter, wickelt ein kleines stueck komisches teeratiges zeugs rein, kaut es kurz uns laesst es dann in der backe bis es einem zu eklig wird.
hab mich bisher noch nicht damit angefreundet aber bald kauf ich mir auch mal eine tuete.und natuerlich ist hier alles super guenstig an essen und trinken!
gegen 1 uhr heute morgen kamen wir in El Alto an (ein stadtteil von LaPaz der so gross ist dass er nun selbst eine stadt bildet).
die luft hier oben ist wiirklich duenn und es roch nach saunaluft, oder irgendwie kohlig.
manche von uns haben ihr gepaeck nicht bekommen aber ich gehoere zu der gluecklichen haelfte die nun alle maedels mit kleidung versorgt.
vom hoechstgelegenen flughafen der welt gings mit einem coolen safaribus mit unseren beiden betreuerinnen Monica (ist fuer lapaz zustaendig) und erica (ist fuer die frewilligen in santa cruz zustaendig) runter nach La paz.wir kamen erstmal in den genuss von coca-tee (ja aus den blaettern aus denen man kokain macht - nicht ganz lecker aber das fand ich ja zuerst beim mate-tee auch, anfangs viel zu bitter) der uns alle etwas aufbaute.
ein paar maedels ging es wirklich schlecht schon am flughafen weil 4100 meter echt nicht zu unterschaetzen sind und sie hatten leichte kreislaufprobleme aber da waren wir noch alleine also holte ich vom arztservice am flughafen wasser und anschliessend hatten wir angst es waere leitungswasser gewesen aber noch geht es unseren maegen gut.
die fahrt runter von El Alto nach La Paz auf 3600 metern ist ein krasser unterschied fuer den kreislauf aber einfach der hammer!
el alto hat mich an aermere viertel brasiliens erinnert. strassenhunde und unverputze backsteinhaeuser ueberall.
aber ploetzlich ging es links von der strasse tausende meter weit runter und wir blickten in ein riiiiieeesiges loch, (kessel genannt ) mit den Anden aussenrum in dem milliaaaaarden lichter leuchtete.
als haette man in eine erdkule lichterketten geworfen - das war lapaz
heute morgen wurde uns vom deutschen botschafter die innen und aussenpolitische situation boliviens erklaert, wir bekamen infos zu arbeit, gastfamilien und unsere handys (sms kosten mich, bzw euch an mich nur 10 cent also schreibt fleissig!).
bis eben haben wir eine rundfahrt mit einem touri-bus durch lapaz gemacht. wir fanden es zwar aetzend dass uns alle anschauten als waeren wir die letzten touristen (was ja momenatn auch noch so ist ) aber so viel nervenkitzel hatte ich noch in einem bus.
wir sassen oben auf dem dach des doppeldeckers und uns sind alle zwei sekunden zentimeter dicke stromleitungen fats ins gesicht geschlagen.
das war teilweise wirklich beangstigend. wir standen oefters auf um fotos zu machen und mussten uns dann teilweise auf den boden schmeissen weil die einfach vom himmel herab tausende von stromleitungen oberhalb der strassen herumhangen lassen.
aber die meisten sind verkleidet - das weiss ich weil zwei jungs im gesicht gestreift wurden. naja-nervenkitzel pur eben.
ansonsten ist es teilweise wirklich so wie die meisten von euch sich bolivien wahrscheinlich (bzw die traditionellen frauen hier) vorstellen.
kleine frauen mit dicken roecken und filzhueten auf dem kopf , mit ponchos oder umhaengetuechern ueber der schulter und auf dem ruecken ein tragetuch mit enrtweder einem kind oder kartons etc.
die hoehenkrankheit hat bisher gott sei dank noch keiner, aber auch wenn man es sich sicherlich kaum vorstellen kann aber drei treppen steigen ist hier hochleistungssport fuer uns!
man ist nach zwei kurzen treppen so ausser atem dass man herzrasen bekommt, kurzatmig ist uns uebelst schnauft. wenn man eien schwachen kreislauf hat muss man sich teilweise hinsetzen.
aber das ist ja zum glueck nur die ersten tage so.
was dagegen hilft ist neben ganz viel cocatee das Kauen von cocablaettern was allerdings noch ekliger ist.man nimmt einige coca-blaetter, wickelt ein kleines stueck komisches teeratiges zeugs rein, kaut es kurz uns laesst es dann in der backe bis es einem zu eklig wird.
hab mich bisher noch nicht damit angefreundet aber bald kauf ich mir auch mal eine tuete.und natuerlich ist hier alles super guenstig an essen und trinken!
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