sábado, 26 de septiembre de 2009

weitere Eindrücke von La Paz

Am zweiten und dritten Tag unseres Einfuehrungsseminars hatten wir auch sehr tolles Programm in La Paz.
Wir haben Valle de la Luna besucht.
Eine Art Mondlandschaft aus stalagmiten-foermigen Erdhuegelchen in der naehe von La Paz.
Ausserdem sind wir an einem sehr verregneten Tag mit einem klapprigen Bus und unserem supercoolen Touristine-Fuehrer Marco hoch nach El Alto gefahren.
Er zeigte uns einige Rituale die normalerweise alte Schamanen machen die damit Geld verdienen, dass Menschen zu ihnen kommen und sich zum Beispiel Glueck fuer die Liebe etc. wuenschen.
der Schamane macht dann ein Lagerfeuer mit Coca-Blaettern, Suessigkeiten, Kraeutern und tausend anderen Sachen die er somit glaube ich der Pacha Mama opfert - der Mutter Erde - die hier in Bolivien bei den Indígenas(also den Ureinwohnern) eine grosse Rolle spielt.

Die Fahrt hoch nach El Alto geht durch die Armenviertel (wobei ganz La Paz ziemlich arm erscheint), ueber sehr steile strassen, die zu Fluessen wurden dadurch dass es so stark geregnet hat.

El Alto selbst liegt auf dem Altiplano (also ganz oben auf dem berg) und ist im gegensatz zu La Paz - wo man von wirklich jedem Platz aus entweder Sicht auf die Anden oder auf bergige Strassen hat - komplett flach. und man kann aber dennoch weit sehen, zum Beispiel die Spitze der schneebedeckten Andenberge, wirklich witzig.

In El Alto waren wir auf einer Art Hexenmarkt der im gegensatz zu dem in La Paz weitgehend unbekannt ist, man kann allerdings auch verstehen warum.
Auslaender sind dort wirklich nicht gerade willkommen. Wir wurden als Amerikaner und gringos beschimpft und haben uns wirklich nicht so wohl gefuehlt.
Ich zumindest konnte allerdings gut verstehen warum wir nicht willkomen waren.
El Alto ist wirklich sehr arm.
Auf dem Markt werden die Dinge verkauft die fuer die Pacha mama geopfert werden.
Zum Beispiel auch Schweine und Lama-Föten die man unter jede Ecke seines hauses vergraebt.

Uns sind teilweise Strassenkinder hinterhergelaufen. Erst haben sie gebettelt aber dann haben sie sich fuer uns interessiert und einige wollten dass ich ihnen ein bisschen deutsch beibringe.

Die Fahrt von La Paz ueber El Alto zu meinem Einsatzort Santa Cruz war wahsinnig interessant und anstrengend.

Aufgrund der enromen Hoehenunterschiede und der teilweise schlechten Strassen hat unser Bus fuer 500 Kilometer fast 19 Stunden gebraucht.
Wir waren das erste mal ohne Betreuer unterwegs und die fahrt war seehr anstregend.
Jedesmal wenn der Bus anhielt mussten wir aufwachen um zu schauen ob unsere Koffer nicht aus den Seitentueren geklaut wuerden und es gab ganze 3 Kokain-Kontrollen, die teilweise fast arg lange dauerten.
Wir mussten dann aussteigen, einige Koffer oeffnen und anstatt einen Drogen-Suchhund einzusetzen (was sie erst am Ende machten) brachen die Polizisten manche Koffer auf oder stachen einfach mit Messern in taschen um zu sehen ob Kokain rauskommt.
Das war echt nervig weil wir nicht wussten was sie taten und uns schon geaergert haben.

Die Landschaft auf dem Altiplano ist extrem karg. Aus El Alto rausgekommen stehen teilweise nur vereinzelt sehr einfache haeuser in der Gegend herum.
Die Menschen keben von landwirtschaft und Schulen, Geschaefte oder Kirchen habe ich vergeblich gesucht.
man kann seehr weit sehen und noch lange die Gipfel der Anden.

Als ich gegen 4 Uhr morgens jedoch aufwachte war die landschaft extreem anders.

Neben der loechrigen Strasse standen Meterhohe Palmen, die Luft war sehr feucht und es sah aus als koennte niemand durch diesen Wald durchkommen.

Dann wurde die landschaft immer trockener und weniger bewaldet, bis wir endlich in santa Cruz ankamen.

Einen tag lang habe ich in meiner gastfamilie gelebt, die sehr nett ist (drei gastbrueder und eine kleinere Gastschwester die mir staendig hinterherlaeuft und viel zu schnell spricht) und am naechsten tag bin ich mit 15 Jugendlichen meiner Organisation in der ich ab Montag arbeite in ein Öko-Resort hier in der Nähe gefahren.

Dort haben wir 3 tage lang "gearbeitet" aber eigentlich eher viel Freizeit gehabt.
Was immer gesagt wird stimmt wirklich - die Arbeitsmoral ist hier ganz anders und ich glaube ich werde noch haeufiger etwas ungeduldig sein mit den Bolivianern (anstatt um 8 uhr am Busbahnhof loszufahren fuhren wir um 11 und keiner wusste wer noch fehlt, wann und wo der bus faehrt).

Das Öko-Resort war wirklich echt schön. Es liegt direkt an einer Lagune, mitten im Wald und es laufen ueberal auf dem gelaende Pferde, ein Schwein (was mich anscheinend sehr mochte da es immer hinter mir herlief, mich komplett ableckte und sich den Kopf an meinem Bein gekratzt hat), Katzen, ein Affe, papageien, Eichhoernchen und andere Viecher herum.

Das Klima hier ist eecht warm. Aber da erst Fruehling ist ist das wohl erst der Anfang.
Denn zur Zeit weht noch ein seeehr sehr starker Wind hier durch die Stadt der teilweise riesige Staubwolken aufwirbelt.
wie ihr sicherlich richtig vermuten koennt bin ich gut angekommen :)

gegen 1 uhr heute morgen kamen wir in El Alto an (ein stadtteil von LaPaz der so gross ist dass er nun selbst eine stadt bildet).
die luft hier oben ist wiirklich duenn und es roch nach saunaluft, oder irgendwie kohlig.
manche von uns haben ihr gepaeck nicht bekommen aber ich gehoere zu der gluecklichen haelfte die nun alle maedels mit kleidung versorgt.
vom hoechstgelegenen flughafen der welt gings mit einem coolen safaribus mit unseren beiden betreuerinnen Monica (ist fuer lapaz zustaendig) und erica (ist fuer die frewilligen in santa cruz zustaendig) runter nach La paz.wir kamen erstmal in den genuss von coca-tee (ja aus den blaettern aus denen man kokain macht - nicht ganz lecker aber das fand ich ja zuerst beim mate-tee auch, anfangs viel zu bitter) der uns alle etwas aufbaute.
ein paar maedels ging es wirklich schlecht schon am flughafen weil 4100 meter echt nicht zu unterschaetzen sind und sie hatten leichte kreislaufprobleme aber da waren wir noch alleine also holte ich vom arztservice am flughafen wasser und anschliessend hatten wir angst es waere leitungswasser gewesen aber noch geht es unseren maegen gut.
die fahrt runter von El Alto nach La Paz auf 3600 metern ist ein krasser unterschied fuer den kreislauf aber einfach der hammer!
el alto hat mich an aermere viertel brasiliens erinnert. strassenhunde und unverputze backsteinhaeuser ueberall.
aber ploetzlich ging es links von der strasse tausende meter weit runter und wir blickten in ein riiiiieeesiges loch, (kessel genannt ) mit den Anden aussenrum in dem milliaaaaarden lichter leuchtete.
als haette man in eine erdkule lichterketten geworfen - das war lapaz
heute morgen wurde uns vom deutschen botschafter die innen und aussenpolitische situation boliviens erklaert, wir bekamen infos zu arbeit, gastfamilien und unsere handys (sms kosten mich, bzw euch an mich nur 10 cent also schreibt fleissig!).
bis eben haben wir eine rundfahrt mit einem touri-bus durch lapaz gemacht. wir fanden es zwar aetzend dass uns alle anschauten als waeren wir die letzten touristen (was ja momenatn auch noch so ist ) aber so viel nervenkitzel hatte ich noch in einem bus.
wir sassen oben auf dem dach des doppeldeckers und uns sind alle zwei sekunden zentimeter dicke stromleitungen fats ins gesicht geschlagen.
das war teilweise wirklich beangstigend. wir standen oefters auf um fotos zu machen und mussten uns dann teilweise auf den boden schmeissen weil die einfach vom himmel herab tausende von stromleitungen oberhalb der strassen herumhangen lassen.
aber die meisten sind verkleidet - das weiss ich weil zwei jungs im gesicht gestreift wurden. naja-nervenkitzel pur eben.
ansonsten ist es teilweise wirklich so wie die meisten von euch sich bolivien wahrscheinlich (bzw die traditionellen frauen hier) vorstellen.
kleine frauen mit dicken roecken und filzhueten auf dem kopf , mit ponchos oder umhaengetuechern ueber der schulter und auf dem ruecken ein tragetuch mit enrtweder einem kind oder kartons etc.
die hoehenkrankheit hat bisher gott sei dank noch keiner, aber auch wenn man es sich sicherlich kaum vorstellen kann aber drei treppen steigen ist hier hochleistungssport fuer uns!
man ist nach zwei kurzen treppen so ausser atem dass man herzrasen bekommt, kurzatmig ist uns uebelst schnauft. wenn man eien schwachen kreislauf hat muss man sich teilweise hinsetzen.
aber das ist ja zum glueck nur die ersten tage so.
was dagegen hilft ist neben ganz viel cocatee das Kauen von cocablaettern was allerdings noch ekliger ist.man nimmt einige coca-blaetter, wickelt ein kleines stueck komisches teeratiges zeugs rein, kaut es kurz uns laesst es dann in der backe bis es einem zu eklig wird.
hab mich bisher noch nicht damit angefreundet aber bald kauf ich mir auch mal eine tuete.und natuerlich ist hier alles super guenstig an essen und trinken!

Verpeiltheit...

test test test....ich versteh das hier noch nicht ganz. aber bald gehts looos